Champions-League-Auslosung Losglück oder Hammer-Gruppe? Diese Teams drohen den deutschen Clubs

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Wer gegen wen? Am Donnerstagabend wird in Monaco die Champions League-Gruppenphase ausgelost. Vier deutsche Teams sind dabei und freuen sich auf interessante Gegner. Foto: imago/Mandoga MediaWer gegen wen? Am Donnerstagabend wird in Monaco die Champions League-Gruppenphase ausgelost. Vier deutsche Teams sind dabei und freuen sich auf interessante Gegner. Foto: imago/Mandoga Media

Monaco. "Wer gegen wen?" ist die spannende Frage in Monaco. Der BVB könnte bei der Auslosung sogar auf zwei Ex-Trainer treffen.

Es geht wieder los in der Champions League. Am Donnerstagabend (18 Uhr) findet in Monaco die Auslosung zur Gruppenphase der Königsklasse statt. Vier deutsche Teams sind in den vier Lostöpfen, mit vier völlig unterschiedlichen Erwartungen. Auf wenigsten Angst vor Topteams muss der FC Bayern München haben, denn der deutsche Rekordmeister ist in Lostopf 1 der besten acht Teams. Dennoch kann auch den Bayern eine Hammer-Gruppe drohen. 

Auch Bayern kann starke Gegner bekommen

In der Vorsaison musste Bayern-Trainer Carlo Ancelotti nach einem desaströsen 0:3 bei Paris St. Germain seinen Hut nehmen. Zu einem Duell mit dem Tuchel-Club aus der französischen Hauptstadt kann es dieses Mal nicht kommen. Genauso wie Bayern ist auch PSG in Lostopf 1. Neben den beiden Teams vervollständigen Titelverteidiger Real Madrid, FC Barcelona, Atlético Madrid, Juventus Turin, Manchester City und etwas überraschend auch Lokomotive Moskau den Lostopf 1. Gegen diese Teams kann der FC Bayern also nicht gelost werden. 

Rummenigge: "Werden wieder angreifen"

Dennoch kann es im schlimmsten Fall doch eine Hammer-Gruppe für die Bayern geben. Das Team von Trainer Kovac könnte theoretisch in eine Gruppe mit Tottenham (oder Manchester United), Olympique Lyon und Inter Mailand gelost werden. Im besten Fall könnte die Bayern-Gruppe aber auch so aussehen: FC Porto, ZSKA Moskau und Young Boys Bern. "Wir werden versuchen, dieses Jahr anzugreifen", sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Der deutsche Rekordmeister konnte die Champions League bislang zwei Mal gewinnen, 2001 und 2013.

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BVB kann auf zwei Ex-Trainer treffen

Durch den Einzug von Roter Stern Belgrad in die Gruppenphase ist der Vorjahres-Finalist FC Liverpool aufgrund seines UEFA-Koeffizienten nur in Topf drei eingeordnet worden. Somit ist kann das Team von Jürgen Klopp auf seinen Ex-Club Borussia Dortmund treffen, der sich in Lostopf 2 befindet. Besonders pikant wäre für die Schwarz-Gelben sicherlich das Duell mit den "Reds" und Paris St. Germain, wo Ex-Borussen-Trainer Thomas Tuchel seit der neuen Saison das Sagen hat. I-Tüpfelchen dieser Konstellation wäre dann aus dem Lostopf 4 noch Inter Mailand. Nach der verkorksten letzten Champions League-Saison als der BVB mit nur zwei Punkten Gruppendritter wurde, hoffen die Verantwortlichen in der Königsklasse zu überwintern, was die Qualifikation für das Achtelfinale bedeuten würde.  

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Auf Schalke 04 in Topf 3 und die TSG Hoffenheim in Lostopf 4 warten auf jeden Fall zwei namhafte Teams. Die Königsblauen aus Gelsenkirchen sind seit der Saison 2014/15 wieder in der Königsklasse vertreten. Damals schied das Team im Achtelfinale gegen Real Madrid unglücklich aus. Nach einem 0:2 zuhause, gewannen die Schalker im Bernabeu mit 4:3 und schnupperten an der Sensation. Große Vorfreude auf die Champions-League-Abende ist bei den Schalkern schon zu verspüren: "Da können so viele unfassbar geile Mannschaften kommen. Ob du jetzt in Madrid, in Barcelona oder in Manchester spielst – alles ist geil", erklärte S04-Stürmer Marc Uth der Zeitung "Reviersport".


Am 1. Juni 2019 findet das Champions League-Finale im Madrider Stadion Wanda Metropolitano statt, die neue Heimstätte von Atletico Madrid. Foto: imago/ZUMA Press


Völliges Neuland betritt die TSG Hoffenheim. Zum ersten Mal nehmen die Kraichgauer teil. In der Vorsaison scheiterte das Team von Julian Nagelsmann noch in der Qualifikation am FC Liverpool und musste Lehrgeld bezahlen. Die TSG befindet sich in Topf 4 der schwächsten Teams und schraubt auch deshalb die Erwartungen auf ein Minimum zurück. "Je mehr Erfahrung die Teams mit diesen Wettbewerben haben, desto besser sind ihre Chancen, die Gruppenphase zu überstehen. Wir werden versuchen, in unserer Gruppe, die sicher stark besetzt sein wird, Dritter zu werden", sagte Trainer Julian Nagelsmann. Der Dritter einer Gruppe darf in der Europa League weiterspielen. 

Neuling Hoffenheim dämpft Erwartungen

Sportchef Alexander Rosen wünscht sich eine "Mega-Mannschaft" vom Format Real Madrid oder Juventus Turin mit Cristiano Ronaldo und bremst gleichzeitig die Erwartungen, dass auch Hoffenheim zum erhofften Bundesliga-Aufschwung beitragen kann: "Wenn ich die Kader dieser Top-Mannschaften ansehe, kann ich nicht sagen, die hauen wir jetzt weg." Eine mögliche Gruppenkonstellation für die TSG wäre diese: Real Madrid, Manchester United und Olympique Lyon. Am leichtesten für die Hoffenheimer wäre wohl diese Konstellation: Lokomotive Moskau, FC Porto und PSV Eindhoven. 

Tweet der TSG Hoffenheim:

Die Gruppenphase der Champions League beginnt am 18./19. September mit dem 1. Spieltag. Der Erste und Zweite aus jeder der acht Gruppen zieht in das Achtelfinale ein. Das Finale findet am 1. Juni 2019 im neuen Madrider Stadion Metropolitano statt. 

Hier die Einteilung der vier Töpfe:

Topf 1: Real Madrid, Atlético Madrid, FC Barcelona, FC Bayern München, Manchester City, Juventus Turin, Paris Saint-Germain, Lok Moskau

Topf 2: Borussia Dortmund, FC Porto, Manchester United, Schachtjor Donezk, SSC Neapel, Benfica Lissabon, Tottenham Hotspur, AS Rom

Topf 3: FC Liverpool, FC Schalke 04, Olympique Lyon, AS Monaco, Ajax Amsterdam, ZSKA Moskau, PSV Eindhoven, FC Valencia

Topf 4: Viktoria Pilsen, FC Brügge, Galatasaray Istanbul, Young Boys Bern, Inter Mailand, 1899 Hoffenheim, Roter Stern Belgrad, AEK Athen

Duelle von Mannschaften aus einem Land sind in der Gruppenphase nicht möglich. Duelle zwischen russischen und ukrainischen Mannschaften sind nicht möglich.


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