Pleite mit Manchester United Nach Arroganzanfall: José Mourinho stürmt aus Pressekonferenz

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José Mourinho hat mit Manchester United einen Fehlstart in die Premier League hingelegt. Foto: imago/PA ImagesJosé Mourinho hat mit Manchester United einen Fehlstart in die Premier League hingelegt. Foto: imago/PA Images

Manchester. Nach der Heimniederlage gegen Tottenham sorgt Manchester-Trainer José Mourinho für einen Eklat auf der Pressekonferenz. Bevor er nach einem Arroganzanfall aus dem Raum stürmt, verteidigt er noch vehement die Leistung seiner Mannschaft.

Dass José Mourinho besonders dünnhäutig reagiert, wenn seine Mannschaften Spiele verlieren und er sich missverstanden oder angegriffen fühlt, ist bekannt. Am Montagabend, nach der 0:3-Heimniederlage von Manchester United gegen die Tottenham Hotspurs, bewies der portugiesische Star-Trainer einmal mehr, warum er "The Special One" ist: Die Pressekonferenz nach der zweiten Niederlage im dritten Saisonspiel brach Mourinho nach einem Arroganzanfall einfach ab.

Zuvor hatte er sich für den schlechtesten Saisonstart der "Red Devils" seit 1992 gerechtfertigt und die Leistung seiner Mannschaft vehement verteidigt. Zur Pause hätte sein Team mit 3:0, 3:1 oder 2:0 führen müssen angesichts der überragenden Leistung, behauptete er. Im Gegensatz zu den Journalisten hätten die Fans ein Gespür dafür, worauf es im Fußball ankomme. Daher sei seine Mannschaft auch trotz der bitteren Schmach mit Applaus verabschiedet worden, sagte Mourinho. Tatsächlich hatte ein großer Teil der Zuschauer im Old Trafford die Spieler nach dem Schlusspfiff mit höflichem Beifall in die Kabine verabschiedet. 


Mourinho aber witterte wohl eine Verschwörung und fühlte sich provoziert, als ein Reporter ihn unterbrach und fragte ober wisse, wieviele Zuschauer zu dem Zeitpunkt des Applauses das Stadion bereits verlassen hatten. Mit aufgerissenen Augen erklärte Mourinho: "Ich würde dasselbe machen, bei einer 0:3-Niederlage, wenn ich zwei Stunden bis ins Stadtzentrum von Manchester brauche. Ich wohne dort, ich kenne die Strecke." Zudem bemühte er den Vergleich zum Champions-League-Aus in der vergangenen Saison gegen den FC Sevilla, als United nach einer 1:2-Heimniederlage im Achtelfinale die Segel streichen musste. "Wir haben vergangenes Jahr gegen Sevilla verloren und wurden ausgebuht. Wir hatten es verdient, wir waren nicht gut. Auch heute haben die Spieler den Platz nach einer Niederlage verlassen, aber sie bekamen Applaus. Weil sie es verdient hatten.“

"Respekt! Respekt! Respekt! Respekt! Respekt! Respekt!"

Dann kam Mourinho aber erst richtig in Fahrt und fuhr im Kleinkrieg mit den Reportern sein ganz eigenes Geschütz auf. „Kennen Sie das Ergebnis?", fragte Mourinho in die Runde. "Es war 3:0.“ Der Trainer hielt dazu drei Finger hoch und erklärte: „Das bedeutet 3:0." Und dann kam der Arroganzanfall, mit dem der Portugiese klarstellen wollte, dass er der erfolgreichste Trainer der Premier League ist: "Aber es bedeutet auch: drei Meisterschaften. Ich alleine habe mehr Premier-League-Meistertitel als alle anderen 19 Trainer zusammen.“ 

Einmal in Rage geredet, stand Mourinho einfach auf und sagte währenddessen: "Drei für mich und zwei für die anderen." Als er den Presseraum verließ, forderte der exzentrische Coach Respekt und formulierte das sechs Mal hintereinander. "Respekt! Respekt! Respekt! Respekt! Respekt! Respekt!" Dann verschwand er hinter einer Tür und die Pressekonferenz war beendet.



Möglicherweise ist das auch bald seine Zeit in Manchester. Angeblich steht Zinedine Zidane als Nachfolger bereits in den Startlöchern. Bei den Fans jedenfalls ist Mourinho schon lange nicht mehr gut gelitten. Vor Kurzem wurde eine Spendenaktion initiiert, deren Ziel es war, 13,3 Millionen Euro zu sammeln. Das wäre genau die Summe, die Mourinho bei einer Entlassung als Abfindung erhalten würde.

Hier sehen Sie Mourinhos denkwürdige Pressekonferenz im Video:





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