Fußball-Talks unter der Lupe: Wontorra bei Sky Bode erklärt: Bremens Ziel Europa wurde von der Mannschaft formuliert

Von Micha Lemme

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Klares Ziel: Die Spieler von Werder Bremen wollen nach Europa. Foto: Witters/GroothuisKlares Ziel: Die Spieler von Werder Bremen wollen nach Europa. Foto: Witters/Groothuis

Osnabrück. In der sonntäglichen Talkrunde von Sky-Moderator Jörg Wontorra äußerte sich Hauptgast Marco Bode offensiv zu den neuen Zielen des SV Werder Bremen. Die ausgesprochene Zielsetzung, die europäischen Wettbewerbe erreichen zu wollen, sei vor allem aus der Mannschaft heraus formuliert worden. „Im Kernteam, in der Kabine ist die Vorstellung entstanden, wir wollen wieder ambitioniertere Ziele entwickeln. Das ist eigentlich das Entscheidende“, stellte der Vorstandsvorsitzende von Werder klar.

„Wir wissen sehr wohl, dass die letzten Jahre nicht zufriedenstellend waren“, betonte Bode. Auch müssten viele Faktoren zusammenkommen, damit man die europäischen Wettbewerbe erreichen könne. Doch das Hauptaugenmerk richtete Bode auf die Ambitionen innerhalb des Kaders: „Das Wichtigste ist eigentlich, dass diese Überzeugung in der Mannschaft fundiert ist.“

Großes Lob von Bode für Kohfeldt

Bode attestierte Werder-Coach Florian Kohfeldt die nötigen Attribute, um die angestrebten Ziele umsetzen zu können, und lobte seine Fachkompetenz, seine Führungskraft und sein großes Talent in der Kommunikation nach außen. Dass Werder in der aktuellen Konstellation auch Rückschläge oder einen etwaigen Fehlstart in die neue Saison verarbeiten könne, meinte Bild-Journalist Carli Underberg: „Wenn ein Verein so ruhig und vernünftig aufgestellt ist, um mit so etwas umzugehen, dann ist das Werder Bremen.“


Werders Vorstandsvorsitzender Marco Bode lobt in der Sky-Talkrunde von Jörg Wontorra Bremens Trainer Florian Kohfeldt. Foto: nordphoto/Ewert


Thema Videobeweis aktueller denn je

Fußball-Talks ohne das Thema Videobeweis sind seit der vergangenen Saison kaum noch denkbar. Und so wurde auch bei Wontorra wieder fleißig über den VAR diskutiert. Die Runde war sich einig: Weniger ist mehr, die Videoassistenten in Köln sollten sich zurücknehmen. Dr. Jochen Drees, zukünftig Videobeweis-Beauftragter beim DFB, räumte in einer Live-Schaltung selbstkritisch Fehler in den bisherigen Spielen ein: „Viele Sachen sind einfach nicht gut gelaufen. Es gibt Bedarf, noch weiter ins Detail zu gehen.“ Intern werde weiter über Verbesserungsmöglichketen diskutiert, so Drees, der jedoch auch klarstellte: „Wir müssen uns daran gewöhnen, dass sich der Charakter des Spiels etwas ändern wird.“

Keine Kampfansage an die Bayern

Was sonst noch war: Das Thema Bayern-Jäger wurde mehr schlecht als recht diskutiert. Einen wirklich klaren Herausforderer konnte oder wollte kein Gast benennen. Und auch Schalke-Torhüter Ralf Fährmann war in einem Live-Interview nicht einmal der Hauch einer Kampfansage zu entlocken. Einzig Bode zeigte sich vorsichtig optimistisch, dass die Bayern-Dominanz gebrochen werden könne.

Der eloquenteste Gast: Spiegel-Journalist und Buchautor Raphael Buschmann war wieder einmal bei Wontorra zu Gast und überzeugt wieder einmal mit differenzierten Argumenten. Wenig pauschalisierend und stets lösungsorientiert gab er insbesondere der Videobeweis-Diskussion Tiefe. Obwohl eigentlich kein Fan des VAR, orientierte sich Buschmann stets an einer Leitfrage: Wie setzen wir dieses technische Instrument sinnvoll und besser ein?

Zitat des Tages: Angesprochen auf die erneute Verpflichtung des 39-jährigen Altstars Claudio Pizarro und dessen letztjähriges Intermezzo in Köln, das praktisch einer Leihe von Werder glich, meinte Bode scherzhaft: „Wir überlegen, ihn im nächsten Jahr nochmal auszuleihen, damit er sich noch weiter entwickeln kann.“


Wontorra – der Fußball-Talk:

Jeden Sonntag ab 10.45 Uhr auf Sky Sport News HD (frei empfangbar) und im Live-Stream auf sport.sky.de. Moderation: Jörg Wontorra.

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