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Erste Runde im DFB-Pokal FC Bayern schrammt an Blamage vorbei, Titelverteidiger fliegt raus

Von dpa

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Bissen sich lange Zeit die Zähne aus: Die Bayern-Spieler Robert Lewandowski (rechts) und Franck Ribery (Mitte). Foto: imago/EibnerBissen sich lange Zeit die Zähne aus: Die Bayern-Spieler Robert Lewandowski (rechts) und Franck Ribery (Mitte). Foto: imago/Eibner

Berlin. Erst in der 81. Minute erzielte der FC Bayern München das entscheidende 1:0 bei der SV Drochtersen/Assel im DFB-Pokal.

Titelverteidiger Eintracht Frankfurt ist überraschend in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Der Fußball-Bundesligist unterlag am Samstag beim Regionalligisten SSV Ulm 1846 mit 1:2 (0:0). Rekordsieger FC Bayern München hatte beim Regionalligisten SV Drochtersen/Assel lange Mühe, siegte aber dank eines späten Treffers von Robert Lewandowski mit 1:0 (0:0).

Der haushohe Favorit hatte überraschend Mühe mit dem unterklassigen Rivalen. Arjen Robben und Franck Ribéry kamen auf den Außenbahnen kaum zum Zuge. Die leidenschaftlich kämpfenden Niedersachsen standen tief und boten dem übermächtigen Gegner mit einer cleveren Defensivtaktik Paroli. Schon vor zwei Jahren hatten sie Borussia Mönchengladbach (0:1) beinahe zur Verzweiflung gebracht. Der oft ideenlose Rekordmeister konnte das Bollwerk lange Zeit nicht überwinden. Als Drochtersen/Assels Torhüter Patrick Siefkes geschlagen schien, rettete Meikel Klee bei Lewandowskis Kopfball auf der Linie (27.).

Wenig später hatten die Gastgeber eine Top-Chance, als der freigespielte Florian Nagel aus rund zwölf Metern einen Schuss auf den Bayern-Kasten abgab und an Manuel Neuer scheiterte (33.). "Zieht den Bayern die Lederhosen aus", klang es fortan von den Rängen. Die bis dahin beste Gelegenheit zur Führung der Bayern vergab Thiago (56.). Der Spanier traf bei einem Distanzschuss die Latte. Danach musste die Partie für gut fünf Minuten unterbrochen werden, weil Bayern-Fans Papierrollen aufs Spielfeld geworfen hatten.

Knapp eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt bot Bayern-Trainer Niko Kovac in der 11 500-Einwohner-Gemeinde wie angekündigt die "volle Kapelle" mit allen Stars auf. Mit dabei war auch Nationalspieler Jerome Boateng, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass er doch bei den Münchnern bleibt. Vom Stamm fehlten nur die verletzten David Alaba und James Rodriguez. Der von Schalke 04 und RB Leipzig umworbene Sebastian Rudy war erwartungsgemäß nicht mitgereist.

Weniger Gegentore als der HSV

Ein von Thomas Müller erzielter Treffer (79.) war nicht anerkannt worden, weil Ribery im Abseits stand. Deshalb blieb es bei dem knappen Resultat. Drochtersen/Assels Kapitän Sören Behrmann hatte vor dem Spiel als Ziel geäußert, "weniger Gegentore als der HSV zu bekommen". Die Hamburger hatten drei Tage zuvor in einem Testspiel gegen die Bayern mit 1:4 verloren. Das gelang dem aufopferungsvoll kämpfenden Regionalligisten mit Bravour.

Die TSG 1899 Hoffenheim ist nach einem 6:1 (3:1) bei Drittligist 1. FC Kaiserslautern ebenso problemlos in die zweite Runde eingezogen wie Werder Bremen, das 6:1 (5:1) bei Regionalligist Wormatia Worms siegte. Bayer Leverkusen gewann 1:0 (1:0) beim Oberligisten 1. CfR Pforzheim, der VfL Wolfsburg setzte sich ebenfalls mit 1:0 (0:0) beim Regionalligisten SV Elversberg durch. Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg kam dank eines 2:1 (1:1) beim Oberligisten SV Linx weiter.  


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