Ex-BVB-Spieler André Schürrle: "Es gibt in Deutschland sehr viel Neid von den Fans"

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André Schürrle spielte in der Bundesliga zwei Jahre für den BVB. Foto: imago/DeFodiAndré Schürrle spielte in der Bundesliga zwei Jahre für den BVB. Foto: imago/DeFodi

London. Nach seinem Wechsel in die Premier League hat André Schürrle in einem Interview die deutschen Fans scharf kritisiert.

Nach zwei Jahren bei Borussia Dortmund ist Weltmeister André Schürrle zum englischen Erstligisten FC Fulham gewechselt. In einem Interview mit der englischen Zeitung "Sun" sprach Schürrle jetzt über seine Sicht auf die deutschen Fans.

"War nicht immer einfach"

Der Ex-BVB-Spieler, der 2016 für rund 30 Millionen Euro zum Ruhrpott-Club gewechselt war, fand deutliche Worte. "Es waren zwei schwierige Jahre in Dortmund. Die Beziehung zwischen den Fans und den Spielern war nicht immer einfach", erklärte Schürrle. Besonders eine Sache sieht der Mittelfeldspieler kritisch: "Es gibt in Deutschland sehr viel Neid von den Fans – nicht von den Hardcore-Fans, die stehen immer hinter der Mannschaft."

So eine Situation sei nicht einfach – "Besonders nicht für einen Nationalspieler, der in der Vergangenheit oft gut gespielt hat und dann vielleicht mal eine schlechte Phase hat", so Schürrle. Das Ganze sei auch ein Grund, warum viele Nationalspieler ins Ausland wechseln würden. "Wenn du nicht für Bayern München spielst und du nicht immer gewinnst, ist es schwierig."

Selbstkritik von Schürrle

Neben seinen harschen Worten gegenüber den deutschen Fans, übte der 27-Jährige aber auch Selbstkritik: "Vielleicht kam die Rückkehr nach Deutschland zu früh. Ich hätte noch etwas länger bei Chelsea bleiben sollen." Vor seinem Comeback auf der Insel hatte Schürrle insbesondere auch an die Fans gedacht: "Die Fans haben mir so viel Liebe gegeben. Daran habe ich auch gedacht, als ich zurück nach London gekommen bin. Die Unterstützung war großartig", sagte Schürrle. Für ihn sei es ein wenig gewesen, als sei er wieder nach Hause gekommen. "Ich kenne hier alles, habe Freunde hier." Er freue sich sehr auf die kommende Saison.


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