European Championships Gold-Coup im Pool von Edinburgh - Zwei Rad-Medaillen im Stark-Regen

Von dpa

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Lou Massenberg und Tina Punzel holten sich in Glasgow Gold im Mixed-Synchronspringen. Foto: picture alliance/dpaLou Massenberg und Tina Punzel holten sich in Glasgow Gold im Mixed-Synchronspringen. Foto: picture alliance/dpa

Glasgow. Das war mit sechs Medaillen erneut ein großartiger Tag für die deutschen Athleten bei den European Championships in Schottland.

Tina Punzel und Lou Massenberg komplettierten den Medaillensatz der Wasserspringer mit Gold, Leonie Beck bescherte den Freiwasser-Schwimmern einen silbernen EM-Auftakt. Und im Rad-Einzelzeitfahren im Glasgower Green Park überraschten in Maximilian Schachmann und Trixi Worrack am Mittwoch zwei Athleten, die in ihrer Karriere schon schwere Operationen über sich ergehen lassen mussten, mit Bronzemedaillen.

Das Medaillen-Konto des deutschen Teams stockten am Mittwoch auch Freistilschwimmer Florian Wellbrock über 800 Meter und Turmspringerin Marja Kurjo mit jeweils Bronze weiter auf.

"Verdienter EM-Titel"

EM-Gold im Mixed-Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett zogen die Dresdnerin Punzel und der Berliner Massenberg aus dem Royal Commonwealth Pool in Edinburgh. "Mit einer superstarken Leistung hat sich unser Team den EM-Titel verdient", sagte Lutz Buschkow.

Der Magdeburger Florian Wellbrock schwamm in 7:45,60 Minuten erneut deutschen Rekord, nachdem er schon über 1500 Meter Gold verbucht hatte. "Genau so muss man ein Rennen gestalten, wenn man eine Medaille will", sagte er im ARD-Interview zum Rennverlauf.

Überraschung durch "Oldie" Worrack

Trixi Worrack und Maximilian Schachmann trotzten dem Starkregen in den Straßen von Glasgow und erkämpften mit ihren dritten Rängen die 13. und 14. EM-Plakette für die deutschen Radsportler in Glasgow. "Diese erste Medaille bei den Senioren bekommt einen Sonderplatz in meinem Wohnzimmer", verriet der Berliner, der klitschnass und dennoch sehr zufrieden die Ziellinie überfuhr.

Extrem widrige Bedingungen hatten die Rennen gegen die Uhr auf dem hügeligen Stadtkurs begleitet. "Eigentlich war es ein Blindflug. Denn wir konnten auf den Straßen nie in Wettkampfgeschwindigkeit trainieren. Und es macht schon einen Unterschied, ob man mit 30 oder mit 45 km/h um die Kurve fährt", schilderte die 36 Jahre alte Trixi Worrack ihren Kampf auf glitschigem Asphalt.

"Blindflug" durch Glasgow

Sie sorgte mit Bronze für ein bemerkenswertes Sport-Comeback: Vor zwei Jahren war sie so schwer gestürzt, dass ihr bei einer Notoperation eine Niere entfernt werden musste. «Für mich ist das ein richtig schöner Erfolg. Er ist für mich mehr wert, als für manch andere», meinte die Lausitzerin.

Ebenso erfolgreich verlief der Start der Freiwasser-Schwimmer in ihre kontinentalen Titelkämpfe. Leonie Beck verbuchte EM-Silber auf der nichtolympischen Fünf-Kilometer-Strecke im Loch Lomond und musste sich nur Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal aus den Niederlanden geschlagen geben. Für die Würzburgerin war es die erste Medaille bei einem Saisonhöhepunkt im Freiwasser. «Es war am Ende ziemlich hart, ganz schön anstrengend», gab Beck zu. Bei den Männern verpasste Rob Muffels auf Rang vier nur knapp das Podest.


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