Deutsche Hoffnung auf Medaillen Das bringt der Tag bei der Leichtathletik-EM in Berlin

Von dpa

Im Berliner Olympiastadion stehen mehrere Entscheidungen an. Foto: dpa/Kay NietfeldIm Berliner Olympiastadion stehen mehrere Entscheidungen an. Foto: dpa/Kay Nietfeld

Berlin. Nach der Silbermedaille durch Gina Lückenkemper und Bronze durch David Storl hoffen die deutschen Leichtathleten am Mittwoch auf weitere Medaillen – vor allem für Diskus-Ass Robert Harting bei dessen Abschiedsvorstellung.

Gelingt Diskus-Ass Robert Harting ein internationaler Abgang mit Medaillenglanz? Die deutschen Leichtathleten träumen in Berlin auch von einem EM-Titel für Kugelstoßerin Christina Schwanitz. Am dritten Tag greift die Zwillingsmutter in ihrem Comeback-Jahr nach dem dritten EM-Gold im Kugelstoßen. Die Zehnkämpfer krönen im Olympiastadion den König den Athleten, Arthur Abele liegt bestens im Rennen. Die Höhepunkte am Mittwoch (ARD und Eurosport):

Im Zehnkampf (09.35 Uhr) geht der Brite Tim Duckworth mit 4380 Punkten in den zweiten Tag. Der Ulmer Arthur Abele ist mit 4285 Zählern auf Tuchfühlung. Youngster Niklas Kaul aus Mainz belegt nach fünf Disziplinen Rang 13. Weltmeister Kévin Mayer aus Frankreich schied nach drei ungültigen Versuchen im Weitsprung aus.

In der Speerwurf-Qualifikation (13 Uhr) blicken alle auf das Super-Trio: Weltmeister Johannes Vetter, der deutsche Titelgewinner Andreas Hofmann und Olympiasieger Thomas Röhler sind die drei herausragenden Asse in diesem Jahr und wollen die Medaillen am Donnerstag unter sich ausmachen. Aber sie müssen wie der tschechische Vize-Weltmeister Jakub Vadlejch alle erstmal durch die Ausscheidung.

Im Weitsprung (19.40 Uhr) steht der Stuttgarter Fabian Heinle als einziger Deutscher im Finale. Klare Favoriten gibt es nicht. Der Tscheche Radek Juska – EM-Vierter von 2016 – hat mit 8,27 Metern die stärkste Vorleistung vorzuweisen.

Im Kugelstoßen (20.09 Uhr) will Christina Schwanitz vom LV 90 Erzgebirge ihr Comeback-Jahr nach der Geburt ihrer Zwillinge mit dem dritten EM-Gold in Serie krönen. Sie führt mit 20,06 Metern auch klar die europäische Bestenliste vor der Polin Paulina Guba (19,38) an. Für den Gastgeber sind noch Alina Kenzel und Sara Gambetta dabei.

Im Diskuswerfen (20.20 Uhr) will London-Olympiasieger Robert Harting neun Jahre nach seinem WM-Triumph im Olympiastadion und zum Abschluss seiner internationalen Laufbahn noch einmal eine Medaille. Sein Bruder Christoph (ebenfalls Berlin), der 2016 vier Jahre nach Robert Olympiasieger wurde, war überraschend in der Qualifikation gescheitert. Ebenso erging es dem Olympia-Dritten Daniel Jasinski aus Wattenscheid und dem Olympia-Zweiten Piotr Malachowski aus Polen.

Über 10.000 Meter (20.40 Uhr) führen zwei gebürtige Kenianerinnen die Favoritenliste an. Die Jahresschnellste Chemtai Lonah Salpeter startet für Israel, Titelverteidigerin Yasemin Can für die Türkei. Die deutschen Farben vertreten Toptalent Alina Reh, in diesem Jahr allerdings lange durch eine Verletzung ausgebremst, sowie Anna Gehring und Natalie Tanner. 


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