Falsches Krisenmanagement Nach Özil-Desaster: Externe Strategieberatung für den DFB

Von dpa

Weiterhin unter Druck wegen Krisenmanagements des DFB: Präsident Reinhard Grindel. Foto: imago/EibnerWeiterhin unter Druck wegen Krisenmanagements des DFB: Präsident Reinhard Grindel. Foto: imago/Eibner

Frankfurt. Nach dem mangelhaften Krisenmanagement rund um den Fall Özil will sich der DFB jetzt unter die Arme greifen lassen.

Der Deutsche Fußball-Bund hat bei seinem Krisenmanagement in der Agentur Hering Schuppener ein PR-Unternehmen aus der Wirtschaft hinzugezogen. Dies berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Mittwoch. 

Zeitlich begrenztes Engagement

In einer Stellungnahme des DFB heißt es: "Ein externer Schulterblick gehört zum Umgang mit solchen Themen. Es handelt sich dabei lediglich um ein zeitlich begrenztes, wirtschaftlich sehr überschaubares Beratungsmandat." Hering Schuppener, mit Standorten unter anderem in Frankfurt/Main und Berlin, wollte sich selbst nicht zur Zusammenarbeit äußern, da man grundsätzlich keine Mandate kommentiere. Das Unternehmen berät auch VW im Diesel-Skandal. 

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Der DFB - allen voran Präsident Reinhard Grindel und auch Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff - waren nach dem Fall Mesut Özil massiv in die Kritik geraten. Der größte Sportfachverband der Welt steckt zudem wegen des Vorrunden-Aus bei der WM in Russland tief in der Krise, zudem ist die Affäre um die Heim-WM 2006 immer noch nicht abgeschlossen.

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Özil, der deutsche Weltmeister von 2014, hatte in seiner weltweit beachteten Erklärung zu seinem Rücktritt auch Rassismusvorwürfe geäußert, der DFB und Grindel haben diese zurückgewiesen. Anlass war das viel kritisierte gemeinsame Foto Özils kurz vor der WM-Nominierung Mitte Mai mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan.


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