Nach tödlichem Unfall in Marokko Schalke-Profi Harit zu Bewährungsstrafe verurteilt

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Schalke-Profi Amine Harit ist nach dem tödlichen Autounfall in Marokko zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Foto: dpa/KirchnerSchalke-Profi Amine Harit ist nach dem tödlichen Autounfall in Marokko zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Foto: dpa/Kirchner

Mittersill. Nach dem schweren Verkehrsunfall mit Todesfolge in Marrakesch im Juni ist Schalke-Profi Amine Harit von einem Gericht in Marokko verurteilt worden.

Der Fußballer ist laut marokkanischen Medien zu einer Bewährungsstrafe von vier Monaten verurteilt worden. Zudem muss der 21-Jährige eine Geldstrafe von 8600 Dirham (umgerechnet 780 Euro) zahlen.

Wieder im Mannschaftstraining

Harit war im Juni, kurz nach dem Ausscheiden Marokkos bei der Fußball-WM in Russland, in seiner Heimat in einen tödlichen Unfall  verwickelt gewesen. Der Offensivspieler der Gelsenkirchener hatte mit seinem Fahrzeug einen Fußgänger erfasst und tödlich verletzt. Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen Harit ein.

Nach dem Vorfall wurde ihm zunächst die Ausreise verweigert, kurze Zeit später erhielt er seinen Pass zurück. Seit knapp zwei Wochen ist der 21-Jährige wieder im mit den Schalkern im Trainingslager im österreichischen Mittersill.

Leistungsträger und Publikumsliebling

Der gebürtige Franzose Harit wechselte im vergangenen Sommer für rund acht Millionen Euro vom französischen Erstligisten FC Nantes zum Revierclub. Bei Schalke 04 unterschrieb der er einen Vertrag bis 2021 und entwickelte sich schnell zum Leistungsträger und Publikumsliebling. Erst vor kurzem hatte die Deutsche Fußball Liga ihn mit dem "Rookie Award" ausgezeichnet – dem Fan-Preis für den besten U23-Spieler der Saison.

Mit Frankreich hatte Harit 2016 noch die U-19-Europameisterschaft in Deutschland gewonnen. Anschließend entschied er sich aber, in der A-Nationalmannschaft für Marokko, dem Heimatland seiner Eltern, aufzulaufen. Bei der WM kam der 21-Jährige für die Nordafrikaner zu seinem siebten Ländespieleinsatz, er stand bei der 0:1-Niederlage gegen den Iran in der Startelf. Marokko schied als Letzter der Gruppe B in der Vorrunde aus.


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