Beispielose Spiel-Manipulation Uefa verhängt Millionen-Strafe gegen albanischen Meister Skenderbeu

Von Alexander Barklage

Der amtierende albanische Meister KF Skenderbeu ist von der Uefa wegen mehrfacher Spielmanipulation für zehn Jahre von allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen worden. Foto: imago/ChernykhDer amtierende albanische Meister KF Skenderbeu ist von der Uefa wegen mehrfacher Spielmanipulation für zehn Jahre von allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen worden. Foto: imago/Chernykh

Tirana. Skenderbeu aus Albanien ist von der UEFA für zehn Jahre von europäischen Wettbewerben ausgeschlossen worden. Grund: Spielmanipulation.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat  Skënderbeu Korce, den amtierenden albanischen Meister wegen Wettmanipulation für zehn Jahre von allen europäischen Wettbewerben aus. Insgesamt 53 Spiele sollen seit 2010 verschoben worden sein, darunter Partien auf europäischer Ebene. "Der Club hat Spiele verschoben, wie es noch keiner in der Geschichte des Spiels getan hat", teilte die Uefa-Disziplinarkommission mit. Die Geldstrafe für den Klub beläuft sich auf eine Million Euro, das gesamte Budget des Vereins liegt bei 2,5 Millionen Euro.

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Wettmanipulation in der Champions League

Exemplarisch steht ein Spiel am 21. Juli 2015. Damals gastierte Skënderbeu im Rückspiel der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation beim nordirischen Club Crusaders FC in Belfast. Das Hinspiel gewann Skënderbeu 4:1, im Rückspiel lagen die Albaner in der Schlussphase mit 2:1 vorne. Laut Uefa seien gegen Ende des Spiels dann plötzlich "Hunderttausende Euro" darauf gewettet worden, dass in diesem Spiel mindestens vier Tore fallen. Und tatsächlich: Nach zwei schweren Fehlern der albanischen Abwehr und des Torwarts gewann Crusaders mit 3:2.


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