Prestige-Niederlage gegen Guardiola USA-Reise ohne Happy End: Die alte Garde tröstet den FC Bayern

Von dpa

Spielfreudig und fit: Arjen Robben im Duell mit Manchester Citys Claudio Gomez and Eric Garcia (links). Foto: imago/ZUMA PressSpielfreudig und fit: Arjen Robben im Duell mit Manchester Citys Claudio Gomez and Eric Garcia (links). Foto: imago/ZUMA Press

Miami. Die USA-Reise des FC Bayern hat ihren Show-Zweck erfüllt – und gezeigt, wie wichtig Ribéry und Robben immer noch sind.

Arjen Robben stand frisch geduscht im Keller des Hard Rock Stadiums und war auch ohne positiven Abschluss der USA-Reise des FC Bayern gut drauf. Der Niederländer hatte dazu persönlich allen Grund: Beim von Trainer Niko Kovac als "ärgerlich" bewerteten 2:3 (2:1) gegen Manchester City mit Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola waren Franck Ribéry (35) und Robben (34) in Miami die Gewinner unter den Münchner Verlierern. "Wenn die Verletzungen wegbleiben, sind wir noch gut fit", erklärte Robben nach dem Testspiel. Und nach einer Kunstpause fügte er grinsend hinzu: "Dann sind wir noch jung!"

Auf "Rib" und Rob" ist Verlass

Es war die zentrale Erkenntnis am Ende der Amerika-Woche, in der die zweite Schlappe nach dem 0:2 gegen Juventus Turin den Gesamteindruck trübte. Die Bosse sprachen von einer "schönen Reise". Dass aber beide Spiele verloren wurde, "hat uns weniger gefallen", sagte Karl-Heinz Rummenigge. Zumal der Vorstandsvorsitzende noch vor dem Rückflug am Sonntagabend (Ortszeit) den Champions-League-Titel als Nahziel ausrief: "Auf dieser Reise hat man einmal mehr festgestellt, welchen Stellenwert die Champions League international hat. Wir werden versuchen, dieses Jahr anzugreifen. Wir wollen das, was wir 2013 mit dem Sieg in London erlebt haben, in naher Zukunft wieder erreichen."

Die alten Helden Rib und Rob wollen beim ersten Angriffsversuch noch einmal entscheidend mitmischen. "Arjen und ich haben viel Erfahrung. Wir sind Profis, wir haben immer Hunger", sagte Ribéry. Das Duo geht ins zehnte gemeinsame Bayern-Jahr. "Es gibt nur gute und weniger gute Spieler - und die Beiden sind richtig gut, egal in welchem Alter sie sich befinden", sagte Kovac.


Zeigte sich zufrieden mit der USA-Reise: Bayern-Trainer Niko Kovac. Foto: imago/ZUMA Press


Auch Kovac fand "vieles" gut. "Und das Schlechte werden wir aufarbeiten." Er meinte die Abwehrarbeit und die individuellen Fehler. Vor 29 195 Zuschauern konnte ManCity nach den Toren von Meritan Shabani (15. Minute) und Robben (24.) durch Bernardo Silva (45.+1/70.) und Lukas Nmecha (51.) doch noch zurückschlagen.

Alle Gegentore waren "Geschenke"

Alle fünf Gegentore auf der USA-Tour seien "Geschenke" gewesen, meinte Robben. Torwart Sven Ulreich etwa patzte gegen ManCity bei den letzten zwei Treffern. "Wenn man 2:0 führt, darf man nicht mehr verlieren", rügte Robben. Javi Martínez (Knie), Renato Sanches (Wirbelblockade) und Juan Bernat (Fußprellung) spielten nicht.



Die WM-Teilnehmer stoßen zum Team hinzu

Kovac ist froh, dass nach der Rückkehr nach München am Montag die WM-Teilnehmer wie Manuel Neuer, Mats Hummels oder Robert Lewandowski zum Team stoßen: "Wenn alle an Bord sind, werden wir eine ganz andere Schlagfertigkeit haben." Diese soll in zwei Wochen Kovac' Ex-Club Eintracht Frankfurt im Supercup-Finale zu spüren bekommen. "Dieses Spiel nehmen wir sehr ernst", sagte Kovac: "Wir wollen den ersten Titel holen, ich persönlich natürlich auch."


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