Entschuldigung bei Schalke-Trainer Ewald Lienen: "Ich bin da weit über das Ziel hinaus geschossen"

Von jkk

Der 64-Jährige trainierte die Kiezkicker mehrere Jahre. Foto: Daniel Bockwoldt/dpaDer 64-Jährige trainierte die Kiezkicker mehrere Jahre. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg. Der technische Direktor des FC St. Pauli hatte mit einer Aussage über den Schalke-Trainer für Diskussionen gesorgt.

Wie weit darf die Kritik gehen, wenn ein Trainer mit einer Mannschaft Vizemeister wird? Für Ewald Lienen, Ex-St.Pauli-Trainer und jetziger technische Direktor der Kiezkicker, war die Sache klar: Sehr weit. Lienen hatte seinen jüngeren Kollegen Domenico Tedesco dafür getadelt, mit einer defensiven Spielweise die Spielkultur zu zerstören. Bei Schalke 04, so der 64-Jährige Lienen am Donnerstag, stelle Tedesco "acht Mann vor dem eigenen Strafraum. Das ist der Tod des Fußballs." Das sorgte für Diskussionen in der Fußballwelt – und daher reagierte Lienen umgehend.

Keine 24 Stunden nach der Aussage in einer Fußball-Talkshow TV-Senders Sky ruderte er zurück und veröffentlichte auf der Vereins-Homepage ein Statement: "Ich bin da weit über das Ziel hinaus geschossen und habe Domenico bereits meine Entschuldigung geschrieben, nachdem ich ihn telefonisch am Donnerstagabend nicht erreichen konnte", so der 64-Jährige. 

Weiterlesen: Ewald Lienen rechnet mit DFB-Auswahl ab: "Arroganz war hanebüchen" 

Lienen hatte zuvor ebenfalls die Schnelllebigkeit des Fußballs kritisiert. Tedesco sei ein Beispiel dafür, dass Nachwuchstrainer mittlerweile sehr schnell in der Bundesliga arbeiten – was zu Lasten einer erfolgreichen Nachwuchsarbeit in den Vereinen gehen kann. Lienen am Freitag weiter: "Ich schätze Domenico und entschuldige mich für die Aussage in aller Form. Er hat sowohl auf Schalke als auch in Aue – und da haben wir es am eigenen Leib erfahren – im Profibereich herausragende Arbeit geleistet."


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN