Erdogan-Foto "kein Befehl" Löw-Berater Arslan über Özil-Statement: "Eine Explosion der Gefühle"

Von dpa

Löw-Berater Harun Arslan bekräftigt, nichts von dem Fototermin mit Erdogan oder von Özils Erklärung gewusst zu haben.Foto: imago/KalettaLöw-Berater Harun Arslan bekräftigt, nichts von dem Fototermin mit Erdogan oder von Özils Erklärung gewusst zu haben.Foto: imago/Kaletta

Hamburg. Harun Arslan geht davon aus, dass Mesut Özil freiwillig zum Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gegangen ist.

"Es war eine Einladung, die man auch hätte ablehnen können, kein Befehl", sagte Joachim Löws Berater Harun Arslan in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" über das Treffen von Nationalspieler Mesut Özil mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Arslan kooperiert eng mit Özils Berater Erkut Sögüt.

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Arslan ging auch auf die dreiteilige Erklärung ein, die Özil am vergangenen Sonntag über die sozialen Medien verbreitet hatte und die in seinem Rücktritt und Rassismus-Vorwürfen gegen den DFB gipfelte: "Auch wenn Mesut ein zurückhaltender Mensch ist – glauben Sie wirklich, dass ein Weltstar wie er, der sich von seinem Vater losgesagt hat, alles diktieren lässt?" 

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Er sei sich "zu 100 Prozent sicher", dass Özil diese Erklärung auch wollte. Als eine "Explosion der Gefühle" bezeichnet er die Stellungnahme Özils. Arslan betreut den Bundestrainer seit vielen Jahren. Seit Jahresbeginn hat er eine Kooperation mit Özil-Berater Sögüt und Ilhan Gündogan, dem Onkel und Berater von Nationalspieler Ilkay Gündogan. 

"Wie es den Jungs in der ganzen Zeit ging, ist in der Debatte doch völlig untergegangen", so Arslan weiter. Er bekräftigte zugleich, nichts von dem Fototermin mit Erdogan oder von Özils Erklärung gewusst zu haben.



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