"Haben ein starkes Auto" Vettel trotz bitterem Deutschland-Aus optimistisch nach Budapest

Von dpa

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Sebastian Vettel blickt optimistisch nach Ungarn. Foto: imago/Sven SimonSebastian Vettel blickt optimistisch nach Ungarn. Foto: imago/Sven Simon

Budapest. Formel-1-Rennfahrer Sebastian Vettel hat bereits 17 Punkte Rückstand auf den Führenden Lewis Hamilton.

Sebastian Vettel reist trotz des deprimierenden Ausfalls bei seinem Formel-1-Heimrennen auf dem Hockenheimring optimistisch nach Budapest. "Ich habe nicht das Gefühl, dass wir jetzt etwas zeigen müssen, wir haben das schon oft genug gezeigt. Jeder weiß, was wir tun können, deshalb schaue ich zuversichtlich auf Ungarn", sagte der deutsche Ferrari-Star vor dem letzten Grand Prix vor der Sommerpause am Sonntag (15.10 Uhr/RTL) in Budapest. "Wir haben ein starkes Auto." Man könne also genauso zuversichtlich oder vielleicht sogar „noch zuversichtlicher" als die anderen sein.

Vettel war beim Deutschland-Rennen in Führung liegend 15 Runden vor Schluss auf nasser Strecke in die Leitplanke gekracht. Lewis Hamilton profitierte von diesem Aussetzer und gewann den elften Saisonlauf. In der WM-Wertung hat Vettel nun 17 Punkte Rückstand auf den englischen Formel-1-Spitzenreiter von Mercedes. Der Heppenheimer konnte auf dem Hungaroring bislang zweimal gewinnen – zuletzt im vergangenen Jahr. Hamilton ist mit fünf Erfolgen Rekordsieger.  

Das ist der Hungaroring 

Die Streckenlänge: 4,381 Kilometer

Die Rundenzahl: 70

Erster Grand Prix: 1986

Rekordsieger: Lewis Hamilton (2007, 2009, 2012, 2013, 2016)

Die Besonderheit: 1986 war Ungarn der erste Gastgeber für ein Formel-1-Rennen im Ostblock. Zuvor waren Pläne für einen Grand Prix in Moskau oder Prag gescheitert. Der Hungaroring gilt als erste ganz nach den Wünschen der Formel 1 entworfene Rennstrecke der Welt.

Das Streckenprofil: Der Hungaroring ist die langsamste permanente Rennstrecke im Kalender - und eine der kürzesten. Motorenpower ist nicht so entscheidend wie die Aerodynamik. Es gibt viele langsame Kurven, insgesamt haben die Fahrer wenige Überholmöglichkeiten. Da es kaum lange Geraden gibt und in der Regel hohe Temperaturen herrschen, müssen die Ingenieure besonders auf die Kühlung der Motoren achten.

Das sagen die Fahrer: Daniel Ricciardo (Australien/Red Bull): „Jeder sagt, es sei hier wie Monaco nur ohne die Mauern, es ist aber Ungarn. Es ist schnell hier, es ist normalerweise echt heiß und obwohl es ein enger Kurs ist, gibt es viel Überholen." Fernando Alonso (Spanien/McLaren): „Es ist wie ein großer Go-Kart-Kurs für die Formel 1, es gibt also kaum Zeit Atem zu holen, vor allem im zweiten Sektor mit den vielen Kurven."

Der deutsche Faktor: Rekordweltmeister Michael Schumacher gewann vier Rennen auf dem Hungaroring. Sonst konnte aus deutscher Sicht nur noch Sebastian Vettel jubeln. Der Heppenheimer war 2015 und im vergangenen Jahr in der Puszta erfolgreich.


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