Wichtigstes Turnier neben der WM Darts: Wissenswertes rund um das World Matchplay

Von Lea Becker

Osnabrück. Das World Matchplay ist neben der Weltmeisterschaft das älteste und prestigeträchtigste Dartsturnier. In diesem Jahr wird es zum insgesamt 25. Mal in Blackpool, England, ausgetragen. Erstmals ist ein Deutscher dabei. Alles wissenswertes zum Turnier...

Geschichte des Turniers

Das World Matchplay ist ein Major-Turnier, das seit 1994 jedes Jahr im Winter Gardens in Blackpool ausgetragen wird. Veranstalter ist die Professional Darts Corporation (PDC). Nach der Weltmeisterschaft und der Premier League ist es das bestbezahlteste Turnier. 500.000 Pfund (rund 561.000 Euro) Preisgeld werden ausgespielt. Allein der Sieger erhält 115.000 Pfund (129.000 Euro). Der Pokal wurde in diesem Jahr in die Phil Taylor Trophy umbenannt, nachdem der erfolgreichste Dartspieler in der Geschichte des Sports seine Karriere beendet hatte.


Die bisherigen Sieger

Der erste Titelträger 1994 war der Amerikaner Larry Butler. In den 23 weiteren Ausgaben gab es nur sechs weitere Sieger. Rekordgewinner ist mit deutlichem Abstand Phil Taylor. Insgesamt 16 Mal – bei 17 Finalteilnahmen – gewann der Engländer das prestigeträchtigste Turnier. Der beste Dartspieler aller Zeiten schaffte mit 99 Siegen aus 107 Partien zudem einen Rekord für die Ewigkeit. Nachdem er seine Karriere nach der Weltmeisterschaft Anfang des Jahres beendet hat, kann er seinen Titel bei seinem Lieblingsturnier in Blackpool nicht verteidigen. Michael van Gerwen und Rod Harrington konnten das World Matchplay jeweils zweimal gewinnen.


Premiere für Hopp

Erstmals in der 25-jährigen Geschichte des World Matchplay ist mit Max Hopp ein Deutscher am Start. „Ich kann es nicht erwarten, dort endlich zu spielen", hatte Hopp vor Turnierbeginn angekündigt.  Der 21-jährige Hoffnungsträger aus dem hessischen Idstein war zwar beim zweit wichtigsten Turnier der Darts-Szene nur Außenseiter, wollte nach seinem sensationellen Sieg bei den German Darts Open im April aber erneut überraschen. Seine Auftaktpartie verlor er allerdings gegen den Engländer Ian White mit 7:10.


Die Favoriten

Der Niederländer Michael van Gerwen ist an Position eins gesetzt und wird nach zuletzt starken Leistungen als Favorit auf den Titel gehandelt. Mit etwas Abstand folgen Gary Anderson, Rob Cross und Peter Wright. Geheimfavorit ist Daryl Gurney.


Der Spielmodus

Das Teilnehmerfeld besteht aus 32 Spielern, den Top 16 der PDC Order of Merit sowie den Top 16 der PDC Pro Tour Order of Merit. Im K.-o.-System wird der Sieger ermittelt. In der ersten Runde müssen zehn Legs gewonnen werden, bis zum Finale steigt die Anzahl der zu gewinnenden Legs pro Runde an, im Finale wird dann mit 18 Gewinnlegs gespielt. Bis 2013 gab es kein Entscheidungs-Leg, sodass so lange gespielt wurde, bis ein Sportler zwei Legs Vorsprung hatte. Seit dem Turnier vor fünf Jahren wird nun mit einem entscheidenden "Sudden-Death" Leg gespielt, wenn nach fünf Extra-Legs kein Spieler zwei Legs Vorsprung hat. 


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