Bisherige Strafe "absurd und unfair" Olympia-Dritter Daniel Jasinski fordert: Gedopte Athleten "lebenslang sperren"

Von dpa

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Diskuswerfer Daniel Jasinski kämpft derzeit noch um die Qualifikation für die Leichtathletik-EM in Berlin. Foto: dpa/Sergei Ilnitsky/EPADiskuswerfer Daniel Jasinski kämpft derzeit noch um die Qualifikation für die Leichtathletik-EM in Berlin. Foto: dpa/Sergei Ilnitsky/EPA

Nürnberg. Diskuswerfer Daniel Jasinski kritisiert den derzeitigen Umgang mit Dopingsündern.

Diskuswerfer Daniel Jasinski findet Zwei-Jahres-Sperren für überführte Dopingsünder nicht ausreichend, sondern absurd und unfair. "Ich finde, Leute, die erwischt werden, gehören lebenslang gesperrt", sagte der Olympia-Dritte vom TV Wattenscheid den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). 

Scharfe Kritik

"Es kann mir keiner erzählen, dass man, wenn man bei Olympia erwischt wird, im Vorfeld nicht richtig informiert war", ergänzte der 28-Jährige. Er will sich an diesem Samstag bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg ebenso wie Olympiasieger Robert Harting (Berlin) noch für die Leichtathletik-EM in Berlin (6. bis 12. August) qualifizieren.

"Genauso absurd ist es ja, Leute für zwei Jahre zu sperren", meinte Jasinski. "Die sind dann in der Zeit raus aus dem Kontrollsystem. Und wenn sie wiederkommen, sind sie besser als je zuvor. Ist das Zufall? Das ist total unfair gegenüber sauberen Athleten. Von daher: lebenslang sperren."

Deutsches Doping-Kontrollsystem zu aufwendig

Das deutsche Doping-Kontrollsystem, bei dem er für jede Tageszeit seinen Aufenthaltsort angeben müsse, ist nach Meinung Jasinskis zu aufwendig. Verpasse er drei unangekündigte Tests, "werde ich für zwei Jahre gesperrt – genauso wie jemand, der dopt. Für uns ist das extrem anstrengend – zumal es andere Länder gibt, die keine vergleichbaren Systeme haben."

Er könne sich nicht vorstellen, "dass es in Deutschland einen Athleten gibt, der dopt und nicht früher oder später erwischt wird", sagte der Diskuswerfer. "Meiner Meinung nach ist das in der Leichtathletik in Deutschland unmöglich."


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