Spielsperren und Geldbußen NFL: Miami bestraft Hymnen-Protest

Von dpa

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Spieler der Miami Dolphins knieten während der Nationalhymne und zeigten somit ihren Protest. Foto: imago/ZUMA PressSpieler der Miami Dolphins knieten während der Nationalhymne und zeigten somit ihren Protest. Foto: imago/ZUMA Press

Miami. US-Präsident Donald Trump hatte in der zurückliegenden NFL-Saison Protest-Spieler als "Hurensöhne" bezeichnet.

Die Miami Dolphins aus der amerikanischen Football-Liga NFL wollen während der Nationalhymne protestierende Sportler mit Sperren von bis zu vier Spielen und Geldbußen bestrafen. Dies berichtete die US-Nachrichtendagentur AP am Donnerstag (Ortszeit) unter Bezug auf ein ihr vorliegendes internes Dokument des Teams. Der Satz zum korrekten Hymnen-Verhalten befindet sich in der Kategorie: teamschädigendes Verhalten. Alle Verstöße in dieser Kategorie können mit einer Spielsperre, einer Geldstrafe, oder beidem bestraft werden. Auch Strafen bei Drogenkonsum, Drogenbesitz und Glücksspiel sind dort aufgeführt.  

"Jedes Team musste vor dem Start des Trainingslagers seine Regelung zum Hymnen-Verhalten bei der NFL einreichen. Wir werden uns mit dem Thema zu Saisonbeginn genauer beschäftigen. Alle Optionen sind weiterhin auf dem Tisch", erklärte das Team in einer Stellungnahme.  

US-Präsident Donald Trump hatte die Nationalhymnen-Debatte im vergangenen Jahr losgetreten, als er Spieler, die während der US-Nationalhymne knien oder sitzen blieben, als "Huren-Söhne" bezeichnete, die entlassen werden sollten.

Der Defensive End der Tennessee Titans Jurrell Casey kündigte prompt an, trotz der drohenden Strafen weiterhin auf seine Art und Weise zu protestieren. Eine Geldstrafe würde er hinnehmen.

Erst im Mai hatte die Liga eine neue Regelung verkündet, die es NFL-Spielern in der kommenden Saison erlaubt, während des Abspielens der Nationalhymne in der Umkleidekabine zu warten. In einer gemeinsamen Mitteilung gaben die NFL und die Spielergewerkschaft NFLPA am Donnerstag jedoch bekannt, dass sie gemeinsam an einer Lösung der Hymnen-Debatte arbeiten und die neue Regel, bis es soweit ist, nicht in Kraft treten wird.


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