Diskus-Olympiasieger Warum sich Robert Harting seine Sehne "totspritzen" lässt

Von Gregory Straub

Robert Harting ist Olympiasieger, dazu mehrmaliger Welt- und Europameister. Foto: imago/CTK PhotoRobert Harting ist Olympiasieger, dazu mehrmaliger Welt- und Europameister. Foto: imago/CTK Photo

Berlin. Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme versucht Diskus-Olympiasieger Robert Harting, für die Leichtathletik-EM fit zu werden.

Diskus-Olympiasieger Robert Harting setzt alles daran, ein erfolgreiches Karriereende bei der Leichtathletik-EM in Berlin zu erleben. Nach seinem überstandenen Kreuzbandriss laboriert er in dieser Saison an einem Anriss der Quadrizepssehne im rechten Knie. Deshalb wolle sich der 33 Jahre alte Berliner eine Sehne "totspritzen" lassen, berichtete die "Bild"-Zeitung. "Es gibt halt nicht viel, was man in meinem Zustand machen kann, die Sehne ist halt angerissen", sagte Harting der Zeitung. "Das Kortison besitzt die Nebenwirkung, dass es das Gewebe schmerzfrei, aber auch unlebendig macht." 

Der zweimalige Europameister hat die Norm für die Heim-EM vom 6. bis 12. August zwar erfüllt, muss aber noch um seine Teilnahme bangen. Aktuell ist Harting mit 65,13 Metern Fünfter der deutschen Jahresbestenliste, aber nur die drei besten Diskuswerfer werden für die EM nominiert. Die letzte Qualifikationschance ist für ihn die deutsche Meisterschaft am Wochenende in Nürnberg. "Ich zweifle überhaupt nicht daran, dass ich mich qualifiziere. Das ist in meinem Kopf einfach kein Szenario", sagte Harting.

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