Offizielle Vorstellung Ronaldo-Vorstellung bei Juventus: "Ein Traum wird wahr"

Von dpa

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Cristiano Ronaldo unterzog sich am Montag dem obligatorischen Medizincheck. Anschließend wurde er auf einer Pressekonferenz offiziell bei Juventus Turin vorgestellt. Foto: imago/ZUMA PressCristiano Ronaldo unterzog sich am Montag dem obligatorischen Medizincheck. Anschließend wurde er auf einer Pressekonferenz offiziell bei Juventus Turin vorgestellt. Foto: imago/ZUMA Press

Turin. Tagelang werden Countdowns gezählt. Die schwarz-weiße Cristiano-Ronaldo-Show bei Juventus Turin hat begonnen.

Schon die Landung in Turin war filmreif. Als Top secret und einen Tag früher als erwartet betrat Cristiano Ronaldo, das neue Kronjuwel von Italiens Rekordmeister Juventus Turin, italienischen Boden. Im Fernsehen lief gerade das Finale der Fußball-WM zwischen Frankreich und Kroatien. "Schaut her, wer gerade in Turin angekommen ist", twitterte Juve und schenkte den Fans ein erstes Foto von Ronaldo auf dem Rollfeld. An der Seite des Weltfußballers war dessen Freundin Georgina Rodriguez zu sehen, im Hintergrund stand der Privatjet.

"Neue Ära im italienischen Fußball"

Die "Jahrhundertwende" und die "neue Ära im italienischen Fußball", von der die Medien seit Bekanntwerden des spektakulären Transfers pausenlos sprechen, begannen am Montag offiziell vor dem Ärztezentrum von Juve. Die Anhänger des Clubs, die in Scharen und mit Smartphones in den Händen zum "Ronaldo-Day" gekommen waren, machten dem portugiesischen Neuankömmling unmittelbar klar, was sie von ihm erwarten. "Bring uns den Champions-League-Titel!", skandierten sie. Ronaldo gab Autogramme und winkte den Fans, dann verschwand er zum obligatorischen Medizin-Check, den er laut Nachrichtenagentur Ansa am Nachmittag absolvierte.

Vorstellung und erste Pressekonferenz:




Nicht erst seit Montag liegt Turin im Ronaldo-Fieber - auch die Fußballfans außerhalb des Piemonts scheinen in Italien seit Tagen kein anderes Thema mehr zu kennen. Am Montag verdrängte CR7 auf der Titelseite der "Gazzetta dello Sport" sogar die WM-Helden aus Frankreich auf den zweiten Platz - aber das Turnier war ja für Italien in diesem Jahr ohnehin eine bittere Nebensache.

Ronaldo für Italien "Lottogewinn"

Der Transfer ist ein reines Spektakel, Ronaldo ist für Italien ein "Außerirdischer" und "Lottogewinn" zugleich. Fünf Mal gewann er die Champions League mit Manchester United und Real Madrid. Hunderte Tore gingen auf sein Konto. Er soll Italiens Top-Club an die Spitze des europäischen Fußballs führen - und Niederlagen wie im Champions-League-Finale 2017 (gegen Real Madrid) oder im Viertelfinale der Königsklasse dieses Jahr (ebenfalls gegen Real) verhindern. Juve-Coach Massimiliano Allegri ist überzeugt, dass seinem Club mit dem Torjäger seit 1996 das erste Mal wieder der Königsklassen-Pokal sicher sein wird.

Ronaldo begrüßt Trainer und Mitspieler: 

Video: Italien im Ronaldo-Rausch - CR7 jetzt bei Juventus

Wechsel zu Juventus: "Einfache Entscheidung"

Ronaldo will für Juventus Turin Geschichte schreiben. Der 33-Jährige hoffe, dazu beitragen können, dass Italiens Rekordmeister die Champions League gewinne, die der Club zum letzten Mal 1996 für sich entschieden hat, sagte der Portugiese am Montag bei seiner Vorstellung in Turin. "Ich versuche den Italienern zu beweisen, dass ich auf maximalem Niveau, an der Spitze spiele. Ich werde mich gut vorbereiten." Der Torjäger sagte, seine Karriere sei bisher "ein Traum" gewesen. Nach neun Jahren von Real Madrid zu Juventus zu wechseln, sei eine "einfache" Entscheidung gewesen, weil die Juve "eines der besten Teams der Welt" sei.

Ronaldo beim Medizincheck:


Ronaldo sei schon immer ein Perfektionist gewesen, einer mit Gewinner-Mentalität, sagte René Meulensteen der "Gazzetta dello Sport". Der Niederländer war lange Zeit Assistenztrainer an der Seite von Alex Ferguson bei Manchester United. Dort habe Ronaldo ihm gesagt: "Ich will der Beste werden." Ronaldo sei aber auch eine "fantastische Person, er trägt sein Herz am rechten Fleck". Das hören die bodenständigen Turiner und die familienverbundenen Italiener gerne.

Bereits 500.000 Ronaldo-Trikots verkauft

Doch nicht nur in sportlicher Hinsicht sind die Erwartungen an den Stürmer riesig. Ronaldo ist längst eine Marke, er ist ein Garant für klingelnde Kassen beim Merchandising und bei Sponsorenverträgen. Am Wochenende machten Gerüchte die Runde, wonach Juve kurz nach Bekanntgabe des Transfers in einer Nacht mehr als 500.000 Ronaldo-Trikots verkauft haben soll. Für den Turiner Traditionsverein ist die Ablösesumme an Real in Höhe von 112 Millionen Euro ein ungewohnt dicker Brocken - und hat finanzielle Bedenken aufgeworfen. Doch die Ausgaben könnten sich am Ende für die Clubkasse auszahlen.

Auch für Ronaldo selbst bricht nach neun Jahren Real Madrid eine Zeitenwende an. Statt neben Sergio Ramos, Toni Kroos oder Luca Modric wird er auf dem Feld künftig neben Andrea Barzagli, Giorgio Chiellini, Paolo Dybala und Sami Khedira spielen. Trotz seiner 33 Jahre kann sich der Portugiese sicher sein, in Italien künftig unstrittig die Nummer eins zu sein. Ein Beweis seiner Vorfreude lieferte Ronaldo umgehend - und sang im Vorbeigehen an den Kameras beschwingt "Juve, Juve".


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