Rückblick auf die WM 2018 Putzende Fans und Englands Ecken: Diese WM-Momente bleiben im Gedächtnis

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Mit seinem Freistoß zum 2:1 gegen Schweden, ließ Toni Kroos die Deutschen noch einmal auf eine erfolgreiche WM hoffen. Foto: imago/Moritz MüllerMit seinem Freistoß zum 2:1 gegen Schweden, ließ Toni Kroos die Deutschen noch einmal auf eine erfolgreiche WM hoffen. Foto: imago/Moritz Müller

Moskau. Vier Wochen Fußball pur bei der WM 2018 sind zu Ende – wir blicken zurück auf Bilder, die sich eingeprägt haben.

169 Tore in 64 Spielen wurden bei der WM 2018 in Russland erzielt. Doch es sind nicht nur die einzelnen Treffer oder die Spiele an sich, sondern zahlreiche Szenen abseits des Rasens, über die auch noch lange nach dem Turnier gesprochen wird.


Der Stinkefinger von Robbie Williams 

Die WM war gerade mal ein paar Minuten alt, der erste Ball noch nicht einmal gerollt, da sorgte Sänger Robbie Williams bereits für einen kleinen Skandal. Während seines Auftritts bei der Eröffnungsfeier zeigte der Brite den Mittelfinger in die Kamera. Was er mit der Aktion ausdrücken wollte, hat Williams allerdings bis heute nicht erklärt.


Neymars Schauspieleinlagen

Über keinen Spieler haben sich die Nutzer im Netz während der WM so oft lustig gemacht wie über den Brasilianer Neymar. Erst über seine Frisur, die in etwa so aussah, als ob er sich eine Ladung Spaghetti auf den Kopf gelegt hatte und anschließend über seine theatralischen Schauspieleinlagen. So wie er ist lange kein Spieler mehr nach Fouls über den Rasen gerollt. Auch sportlich half dem Weltstar sein schauspielerisches Talent nicht weiter - im Viertelfinale gegen Belgien war Schluss für die Seleção.


Viele Videobeweise

Der Niederländer Björn Kuipers zeigt an: Videobeweis. Foto: dpa/Federico Gambarini

Ein häufiges Bild bei der WM: Der Schiedsrichter zeichnet mit seinen Armen ein Rechteck in die Luft. Das Zeichen dafür, dass der Videobeweis zum Einsatz kommt. Laut der Schiedsrichterkommission sorgte der Video Assistant Referee (VAR) dafür, das die Entscheidungen auf dem Platz zu 99,3 Prozent richtig gewesen sind. Ex-Schiri und Chef der Kommission, Pierluigi Collina sagte dazu: "Das ist nahe an der Perfektion." Anders als in der Bundesliga waren die Entscheidungen durch den Videobeweis transparent dargestellt. Auf der Videoleinwand wurden die Bilder zu den strittigen Szenen im Stadion gezeigt.


Toni Kroos' Freistoß gegen Schweden

Unhaltbar für Schwedens Torwart Robin Olsen: Toni Kroos (unten links) verwandelt von der Sechszehner-Linie den Freistoß zum 2:1 für Deutschland. Foto: dpa/Sergei Grits/AP

Ein Freistoß, der die Hoffnung Deutschlands auf eine erfolgreiche WM wieder aufkeimen ließ: Als Toni Kroos in der Nachspielzeit beim Gruppenspiel gegen Schweden den Ball in den Winkel knallte, brachen im deutschen Team alle Dämme. Im Nachhinein kam es zu Diskussionen und Disziplinarverfahren gegen Mitglieder des DFB-Trosses, die unsportlich vor der schwedischen Bank jubelten. 


Englands Ecken

Auch im Spiel um Platz drei wendeten die Engländer um Kapitän Harry Kane (rechts) ihre Ecken-Taktik an. Foto: imago/Sven Simon

"Als würden sie in einen Bus steigen wollen", schrieb die "Daily Mail" – jeder Engländer wusste, was zu tun war, die Gegner waren umso verwirrter. In Reih und Glied versammelten sich die englischen Kicker vor den Ecken, um kurz vor Ausführung des Eckstoßes im Sechszehner auszuschwärmen. Vier von ihren zwölf Toren erzielten die Engländer übrigens nach Ecken.


Tanz-Training bei Senegal

Beim Training hatten viele Nationalmannschaften in Russland ihren Spaß: Die Senegalesen sorgten bei den "Kiebitzen" und anwesenden Journalisten gar für ein echtes Highlight, als sie eine kleine Tanzeinlage darboten - im Netz wurde das Video schnell zum Klick-Hit, auf dem Rasen war für den Vertreter des afrikanischen Kontinents trotz überzeugender Leistungen bereits in der Vorrunde Schluss.


Michy Batshuayis verunglückter Jubel

Im Gruppenspiel zwischen England und Belgien ging es um den Sieg in der Gruppe G. Über den Treffer von Belgiens Adnan Januzaj in der 51. Minute freute sich sein Teamkollege Michy Batshuayi allerdings ein wenig zu sehr und wurde so unfreiwillig zum eigentlichen Highlight des Spiels - zumindest im Internet. Er schnappte sich den Ball und wollte ihn mit aller Kraft in die Luft "pölen". Allerdings hatte er die Flugbahn des Leders wohl nicht richtig kalkuliert. Das Runde knallte gegen den Pfosten und von dort genau ins Gesicht des Dortmunder Leihspielers. Der nahm die Sache nach dem Spiel mit Humor und fragte auf Twitter: "Warum bin ich so blöd?"



Panamas erstes WM-Tor der Geschichte

Der historische Moment: Felipe Baloy (links) überwindet Englands Keeper Jordan Pickford. Foto: imago/VI Images

Es lief die 78. Minute im Spiel zwischen Panama und England. Der Fußballzwerg lag da bereits mit 0:6 zurück, als die Stunde von Panamas Felipe Baloy schlug. Der 37-Jährige sorgte mit seinem Ehrentreffer für einen historischen Moment: Es war das erste Tor für Panama bei einer WM. So euphorisch hat sich selten ein Team über ein Tor zum 1:6 gefreut. 


Aufräumende Fans

Mit Mülltüten bewaffnet machten sich japanische Fans nach Spielen an die Arbeit. Foto: dpa/kyodo

Leer Bierbecher, kaputte Fan-Utensilien oder Essensreste: Nach Fußballspielen sehen Stadien häufig aus wie Sauställe. Doch bei der WM in Russland zeigten einige Fans, dass es auch anders geht. Beispielsweise beim Gruppenspiel zwischen Japan und Kolumbien. Nach der Partie fingen die japanischen Anhänger an, ihren Müll selbst einzusammeln. Auch einige Kolumbianer wurden dadurch animiert, ihren Dreck wegzuräumen. Ähnlich machten es beispielsweise auch senegalesiche Fans. Ein sehr positiver Trend, der nicht nur international gerne zur Norm werden darf.


Trommelnder Ronaldinho

Kurios ging es auch noch einmal zum Abschluss der WM zu. Unter anderem nahm der Brasilianer Ronaldinho teil, der zu russischen Klängen trommelte. Viele Zuschauer stellten sich dabei die Frage, was die Einlage zu bedeuten hatte. Eine Antwort haben wir leider auch nicht - wenngleich der ehemalige Star-Kicker zweifelsfrei eine gute Figur machte.


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