WM-Ranking des Tages Die größten Erfolge der französischen Nationalmannschaft

Von Harald Pistorius

Die französische Nationalmannschaft feiert bei der WM in Russland den Einzug ins Finale. Foto: Witters/MartinDie französische Nationalmannschaft feiert bei der WM in Russland den Einzug ins Finale. Foto: Witters/Martin

Osnabrück. „Allez, les Bleus!“ Frankreich steht bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland im Finale. Reicht es diesmal zum Titel? Zuletzt verloren sie 2006 das Endspiel gegen Italien. Die größten Erfolge der französischen Nationalmannschaft liegen schon etwas zurück.

1998: Weltmeister

Trainer Jacquet hatte den Grundstein zur besten Equipe Tricolore aller Zeiten bei der EM 1996 (Halbfinale) gelegt. Bei der WM in Frankreich waren Barthez, Blanc, Zidane, Djorkaeff, Henry und Co. nicht aufzuhalten. Das 3:0 im Endspiel gegen Favorit Brasilien war die Krönung: Weltmeister!


Bei der WM 1998 wird Frankreich Weltmeister. Foto: Witters/Speck


1984: Europameister

Platini-Bande nannte man die Mannschaft, die Trainer Hidalgo aufbaute und zum Europameister machte. Bei der EM im eigenen Land spielte das Team um den überragenden Platini (9 Tore), Giresse, Six, Tigana und Fernandez Champagnerfußball, brauchte im Finale gegen Spanien (1:0) aber Glück.


1984 wird Frankreich Europameister. Foto: Witters


2000: Europameister

Zidane und seine Kumpane bestätigten bei der EM in Belgien/Niederlande den WM-Triumph. Europameister wurde die Equipe durch Golden Goals im Halbfinale (Zidane) gegen Portugal (1:0) und im Finale (Trezeguet) gegen Italien (2:1), das bis in die Nachspielzeit führte, ehe Wiltord ausglich.


2000 wird Frankreich Europameister. Foto: Witters/Speck


2006: WM-Vize

Nach Enttäuschungen bei der WM 2002 und der EM 2004 bäumte sich die Generation Zidane noch mal auf: Das Team von Trainer Domenech kämpfte sich ins Finale vor, wo Ribéry, Henry, Thuram, Sagnol und Co. gegen Italien nach Rot gegen Zidane im Elfmeterschießen verloren: WM-Vize.


Bei der WM 2006 wird Frankreich Zweiter. Foto: Witters/Speck


1958: WM-Dritter

In Schweden platzierte sich Frankreich auf der Fußball-Weltkarte: WM-Dritter nach einem 6:3 gegen Deutschland. Trainer Albert Batteux und seine Elf profitierten von der Topform des Regisseurs Kopa und des Torjägers Fontaine, der 13 Tore erzielte – nie traf ein Spieler bei einer EM-Endrunde so oft.


Bei der WM 1958 wird Frankreich Dritter. Foto: Witters


1986: WM-Dritter

Eigentlich war in Mexiko für Platini, Giresse, Battiston, Rocheteau, Amoros und Co. mehr drin als WM-Platz drei. Doch im Halbfinale wurde das spielfreudige Ensemble von Trainer Henri Michel von den Deutschen niedergekämpft, holte sich aber durch ein hochklassiges 3:2 gegen Belgien den dritten Platz.


Bei der WM 1986 wird Frankreich Dritter. Foto: imago/Colorsport


1982: WM-Platz vier

Die Niederlage im Halbfinale gegen Deutschland nach 3:1-Führung und Elfmeterschießen, dazu Schumachers Foul an Battiston, wurden zum Trauma. Doch WM-Platz vier (2:3 gegen Polen) für Hidalgos Künstler um Platini, Giresse, Tigana und Genghini war der erste große Turniererfolg der Equipe seit 1958.


Bei der WM 1982 wurde Frankreich Vierter. Foto: imago/Simon