Ein 0:0 ohne Highlights WM: Dänemark per "Waffenstillstand" mit Frankreich weiter

Von dpa

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Dänemarks Christian Eriksen (l.) und Frankreichs Antoine Griezmann können spielen im Achtelfinale. Foto: Imago/FotoarenaDänemarks Christian Eriksen (l.) und Frankreichs Antoine Griezmann können spielen im Achtelfinale. Foto: Imago/Fotoarena

Luschniki. Mit dem ersten 0:0 der WM in Russland hat Frankreich den Gruppensieg perfekt gemacht und damit auch Dänemark geholfen.

Der ohne diverse Stars angetretene EM-Zweite zeigte sich am Dienstag vor 78 011 Zuschauern im Moskauer Luschniki-Stadion uninspiriert und muss sich für das erste K.o.-Spiel am Samstag (16 Uhr MESZ) in Kasan deutlich steigern, um noch länger vom zweiten WM-Titel träumen zu dürfen. Den biederen Dänen reichte im tristen Langweiler die Punkteteilung, um erstmals seit 2002 wieder das Achtelfinale bei einer WM zu erreichen.

Nach zuvor zwei Siegen in der Gruppe C über Australien (2:1) und Peru (1:0) und der damit gesicherten vorzeitigen Qualifikation für die K.o.-Runde konnte sich Frankreichs Coach Didier Deschamps den Luxus erlauben, Torwart Hugo Lloris, Torjäger Kylian Mbappé und Starspieler Paul Pogba für kommende Aufgaben zu schonen. Darüber hinaus verzichtete er auf die Verteidiger Samuel Umtiti und Benjamin Pavard.

Der umfangreiche Umbau der Startelf, der insgesamt sechs Spieler betraf, machte sich von Beginn an bemerkbar. Denn die hochgelobte Offensive der Franzosen konnte kaum Akzente setzen. Und weil sich auch die Dänen spürbar zurückhielten und vor allem auf Torsicherung bedacht waren, blieben beide Keeper lange Zeit nahezu beschäftigungslos. Phasenweise glich die Partie einem lauen Sommerkick, bei dem beide von Anfang an auf ein 0:0 spielten. Nur bei einem Konter der Dänen durch Christian Eriksen (28.) kam Torgefahr auf. Doch Frankreichs Schlussmann Steve Mandanda war bei seinem WM-Debüt zur Stelle.  

Pfiffe von den Rängen

Das dürftige Niveau kam vor allem beim neutralen Publikum in Moskau nicht gut an. Schon vor der Pause waren vereinzelte Pfiffe von den Tribünen zu hören. Auch ein Fernschuss von Frankreichs Antoine Griezmann (39.) in die Arme von Torhüter Kasper Schmeichel konnte diese Zuschauer nicht versöhnen. Beim Halbzeitpfiff wurden die Unmutsäußerungen noch lauter.

Auch in der zweiten Halbzeit hielt sich das Engagement beider Teams in Grenzen. Insgesamt schienen die Dänen einem Treffer näher zu sein. Bei einem Freistoß von Eriksen (54.) aus rund 30 Metern ließ Mandanda den Ball nach vorne abklatschen, konnte aber vor dem heranstürmenden Andreas Cornelius klären.

Dagegen waren die Franzosen vom Status eines WM-Mitfavoriten weit entfernt. Vor allem die vielen Fehlpässe im Spielaufbau gaben zu denken. Selbst solche Stars wie Griezmann und Ousmane Dembélé blieben wirkungslos. Nur der stabilen Deckung war es zu verdanken, dass die Equipe tricolore in der Gruppenphase ohne Niederlage blieb. In der Schlussphase wurden die Spieler von einigen Fans sogar verhöhnt und bei jedem angekommenen Pass bejubelt.


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