Zwischenfazit Die WM-Bilanz der Bundesliga: Frankfurt top, Bayern durchwachsen

Von dpa

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Während für Robert Lewandowski (links) die WM mit Polen bereits beendet ist, zeigte James Rodriguez (Kolumbien) zuletzt eine Glanzleistung. Foto: imago/Sven SimonWährend für Robert Lewandowski (links) die WM mit Polen bereits beendet ist, zeigte James Rodriguez (Kolumbien) zuletzt eine Glanzleistung. Foto: imago/Sven Simon

Moskau. Frankfurts Rebic und Bayerns James werden gefeiert, für andere Bundesliga-Stars läuft es bei der WM noch nicht rund.

Eintracht Frankfurt gewinnt die Bundesliga-Wertung zur Halbzeit der Fußball-WM. Zumindest sind die Profis des Pokalsiegers bislang so erfolgreich wie keine andere Abordnung aus der deutschen Spitzenliga. Für viele Akteure des FC Bayern läuft es hingegen noch nicht wirklich rund in Russland, andere Spieler aus Deutschland sind auf dem besten Weg zu WM-Helden in ihren Ländern. Eine erste Bilanz mit Stars und Statistik.

Eintracht-Fieber: Sechs Auftritte, fünf Siege – die Spieler der Hessen haben das Hochgefühl aus dem Cup-Triumph gegen München mit nach Russland gebracht. Kroatiens Ante Rebic nutzt den Patzer von Argentiniens Keeper Wilfredo Caballero für ein Traumtor, Carlos Salcedo räumt nicht nur gegen Deutschland für Mexiko ab, Makoto Hasebe führt Japan als Kapitän an. Bei der WM hat der Mittelfeldspieler dabei auch immer seine Vereinskollegen im Blick, wie Hasebe berichtete: "Alle Frankfurter haben gewonnen, Mexiko, Kroatien...". Nach dem zweiten Vorrundenspieltag kommen die Eintracht-Profis gemeinsam auf den höchsten Punkteschnitt von 2,67 pro Einsatz, gefolgt von 1899 Hoffenheim (2,5).

Für die Frankfurter Ante Rebic (links, Kroatien) und Makoto Hasebe (rechts, Japan) läuft es mit ihren Ländern bislang bei der WM äußerst gut. Foto: dpa/Peter Kneffel

Bayern-Misere: Für den torlosen Robert Lewandowski ist der Traum von Polens erstem WM-Achtelfinale seit 1986 schon vorbei. Corentin Tolisso muss nach einem mäßigen Auftritt für Frankreich auf die Bank. Auch Spaniens Thiago kam bislang nicht über den Status eines Ersatzspielers hinaus. So können bislang nur James Rodriguez, der Kolumbien mit einer Gala zum 3:0 gegen Polen führt, und Keeper Manuel Neuer so wirklich überzeugen. Auch der Punkteschnitt von nicht einmal 1,5 pro Einsatz fällt im Vergleich zu anderen Bundesliga-Clubs ab.  

Drei BVB-Spieler treffen

Jubel: An den ersten zwei Spieltagen gab es lediglich acht Torerfolge für Bundesliga-Profis: Dabei trafen gleich drei Spieler von Borussia Dortmund: Japans Shinji Kagawa, der belgische Leihprofi Michy Batshuayi und Marco Reus. Zudem durften neben Rebic und James noch der Japaner Yuya Osaka (Köln), Isländer Alfred Finnbogason (Augsburg) und der Schweizer Steven Zuber (Hoffenheim) jubeln. St. Paulis Aziz Bouhaddouz wurde für Marokko durch sein Eigentor beim 0:1 gegen den Iran zum tragischen Helden.

Transfermarkt: Schalkes Manager Christian Heidel dürfte froh sein, dass er sich den starken senegalesischen Innenverteidiger Salif Sané schon vor der WM von Hannover 96 gesichert hat. Die Vertragsverlängerung des SV Sandhausen mit Rurik Gislason macht sich ebenfalls bezahlt: Der Isländer ist durch die WM zum Social-Media-Star geworden und verschafft dem Zweitligisten zusätzliche Popularität. Bayerns Lewandowski hat durch seine bisherigen Auftritte den Marktwert hingegen nicht gerade erhöht.

Seit seiner WM-Teilnahme explodiert der Instagram-Account von Islands Rurik Gislason. Während er vor der WM rund 40.000 Follower hatte, hat er mittlerweile mehr als eine Million Anhänger. Foto: imago/VI Images

Emotions-Achterbahn: Dänemarks Yussuf Poulsen hat alle Gefühlslagen bei dieser WM schon durchgespielt. Im ersten Spiel wird der Stürmer von RB Leipzig durch den Videobeweis gegen Peru überführt und verursacht einen am Ende folgenlosen Foulelfmeter. Danach bejubelt er sein 1:0-Siegtor, nur um im Duell mit Australien wieder die tragische Rolle zu übernehmen: Sein Handspiel führt zum Elfmeter zum 1:1, durch das die Dänen doch noch ums Weiterkommen bangen müssen. Zu allem Überfluss kassiert Poulsen auch noch seine zweite Gelbe Karte im Turnier, durch die er im Vorrundenfinale nun fehlen wird. "Das ist natürlich sehr, sehr bitter", sagte er. "Ich hätte gerne gegen Frankreich gespielt und Dänemark geholfen, weiterzukommen." 


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