WM-Ranking des Tages Boatengs Vorgänger: Auch diese Deutschen flogen bei einer WM vom Platz

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Rudi Völler (rechts) bei seinem Platzverweis 1990 gegen die Niederlande. Foto: WittersRudi Völler (rechts) bei seinem Platzverweis 1990 gegen die Niederlande. Foto: Witters

Osnabrück. Jerome Boatengs Spiel gegen Schweden war nach der gelb-roten Karte vorbei. Damit gesellt er sich zu Spielern wie Rudi Völler, Christian Wörns und Miroslav Klose.

1. 1938

Ein Österreicher flog als erster Deutscher bei einer WM vom Platz. Beim 1:1 der Auswahl des „Großdeutschen Reichs“ gegen die Schweiz am 4. Juni 1938 in Paris wurde Hans Pesser (Rapid Wien) nach einem Revanchefoul an Severino Minelli vom belgischen Schiedsrichter John Langenus des Feldes verwiesen.

Hans Pesser (Mitte) war der erste, der bei einer WM im deutschen Trikot vom Platz flog. Foto: Witters

2. 1958 

In seinem 25. Länderspiel ließ sich Erich Juskowiak am 24. Juni 1958 vom schwedischen Stürmer Kurre Hamrin zu einem Revanchefoul provozieren. Schiedsrichter Istvan Zsolt stellte den Verteidiger beim Stand von 1:1 vom Platz (60.) – eine Schlüsselszene im Halbfinale von Göteborg, das 1:3 verloren wurde.

Erich Juskowiak wurde genau wie Boateng gegen Schweden vom Platz verwiesen. Foto: imago/Horstmüller

3. 1986

Als Tätlichkeit wertete der kolumbianische Schiedsrichter Jesús Diaz den Rempler von Thomas Berthold im Viertelfinale am 21. Juni 1986 in Monterrey gegen Gastgeber Mexiko. Hinter dem Tor verfolgte der Verteidiger das Elfmeterschießen mit Happy End. Nach einem Spiel Sperre war er im Finale dabei.

Thomas Berthold war nach der Sperre im Finale wieder dabei. Foto: imago/WEREK

4. 1990

Fehlentscheidung ohne Folgen im Achtelfinale am 24. Juni 1990: In der 22. Minute zeigte der Argentinier Juan Loustau dem Niederländer Frank Rijkaard (zu Recht) und dem deutschen Stürmer Rudi Völler (zu Unrecht) die Rote Karte. Auf dem Weg in die Kabine spuckte Rijkaard seinen Kontrahenten erneut an.

Der wohl unberechtigste Platzverweis der WM-Geschichte: Erst wird Rudi Völler (Mitte) angespuckt und dann vom Platz gestellt. Foto: Witters

5. 1998

In einem hässlichen Viertelfinale am 4. Juli 1998 in Lyon stand es gegen Kroatien noch 0:0, als sich Christian Wörns im Mittelfeld ein überflüssiges Foul leistete. Referee Rune Pedersen zückte Rot, Deutschland verlor mit 0:3 – und Bundestrainer Berti Vogts flüchtete sich in Verschwörungstheorien.

Der Platzverweis, der das Viertelfinal-Aus gegen Kroatien einleitete: Christian Wörns sah in der 40. Minute die rote Karte. Foto: Witters

6. 2002

Es war eng im letzten Gruppenspiel am 11. Juni 2002 in Shizuoko. Deutschland brauchte einen Punkt, Kamerun war am Drücker. Gelb-Rot gegen Carsten Ramelow durch den kleinlichen Lopez Nieto (Spanien) kurz vor der Pause war ein Rückschlag, doch dann leitete Marco Bode den 2:0-Sieg ein.

Carsten Ramelow sah gegen Kamerun beim Stand von 0:0 die rote Karte. Trotzdem gewann Deutschland noch 2:0. Foto: Witters

7. 2010

Die erste Niederlage in einem WM-Gruppenspiel nach 24 Jahren hatte eine doppelte Schlüsselszene: In der 37. Minute sah Miroslav Klose Gelb-Rot von Alberto Undiano (Spanien), in der 38. traf Milan Jovanovic an diesem 18. Juni 2010 in Port Elizabeth zum Tor des Tages: Serbien siegte 1:0. 


Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco aus Spanien hatte die gelben Karten beim Spiel Deutschland gegen Serbien sehr locker sitzen: Miroslav Klose flog mit Gelb-Rot vom Platz. Foto: Witters



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