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Torfestival England nach 6:1 gegen Panama im WM-Achtelfinale

Von dpa

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John Stones aus England (l.) wird nach dem 4:0 von seinen Teamkollegen gefeiert. Foto: dpaJohn Stones aus England (l.) wird nach dem 4:0 von seinen Teamkollegen gefeiert. Foto: dpa

Nischni Nowgorod. Das 6:1 ist der höchste Sieg der Engländer in ihrer WM-Geschichte.

Vier Jahre nach dem bitteren Vorrunden-Aus in Brasilien ist England dank eines historischen Torfestivals frühzeitig ins WM-Achtelfinale gestürmt. Gegen den überforderten Fußball-Zwerg Panama setzten sich die wie entfesselt spielenden Three Lions mühelos mit 6:1 (5:0) durch und feierten am Sonntag in Nischni Nowgorod den höchsten WM-Sieg ihrer Geschichte. Zum Abschluss der Vorrunde geht es für den Weltmeister von 1966 am Donnerstag gegen das ebenfalls für die K.o.-Runde qualifizierte und noch ungeschlagene Belgien um den ersten Platz in Gruppe G.  

5:0 nach 45 Minuten

Bereits in der ersten Halbzeit sorgte England für klare Verhältnisse. Harry Kane verwandelte zwei Foulelfmeter (22. Minute/45.+1), ein weiterer Treffer (62.) macht den Angreifer von Tottenham Hotspur zum bisherigen Toptorjäger der Endrunde. Fünfmal war der 24-Jährige in zwei Spielen bereits erfolgreich. Zudem trafen John Stones (8./40.) und Jesse Lingard (36.) vor 43 319 Zuschauern für den Favoriten. Nie zuvor hatte England mehr als vier Tore in einem WM-Spiel erzielt.

Während der Jubel bei den Briten keine Grenzen kannte, schied Panama beim WM-Debüt früh aus und hat nach zwei Spielen genau wie der letzte Gegner Tunesien null Punkte auf dem Konto. Immerhin feierten die Canaleros aber noch das erste WM-Tor durch Felipe Baloy (78.).

Traumstart für England

Sechs Tage nach dem überzeugenden 2:1 gegen Tunesien erwischten die Engländer bei mehr als 30 Grad in der russischen Sommerhitze einen Traumstart. Nach einem Eckball köpfte Stones den Ball völlig freistehend zur Führung ins Tor. Panama, 55. der Weltrangliste, versuchte zwar über den Kampf in das Spiel zu finden, spielerisch konnten sie aber zu keinem Zeitpunkt mithalten. Zum Auftakt hatte Panama bereits mit 0:3 gegen Belgien verloren.

Zwar mussten die Engländer aufgrund einer Hüftverletzung auf Dele Alli verzichten, vor echte Probleme stellte das die clever agierende Mannschaft von Trainer Gareth Southgate aber nicht. Kane zeigte vom Punkt keine Schwäche, selbst Abwehrspieler Stones von Machester City traf doppelt. In der Defensive wurde England vor kaum schwere Aufgaben gestellt und stand meistens sicher.

Jeder Angriff gefährlich

Aus jedem gefährlichen Angriff resultierte bis zur Halbzeit ein englischer Treffer. Bei einer WM hatte zuletzt Deutschland beim 7:1 vor vier Jahren gegen Brasilien mit 5:0 zur Halbzeit geführt. Bei jenem Turnier war England erstmals seit 56 Jahren in der Vorrunde gescheitert. In Russland machen es die Three Lions bislang deutlich besser und dürfen endlich wieder auf ein erfolgreiches Turnier hoffen. 1990 standen sie letztmals in einem Halbfinale, zur Teilnahme am Viertelfinale hatte es 2006 in Deutschland letztmalig gereicht.

Southgate sei „total entspannt", hatte der Coach am Tag vor dem Spiel gesagt. Auf dem Rasen zeigte seine Mannschaft, warum das so ist. In der zweiten Halbzeit konnten seine Profis ihre Kräfte einteilen und nahmen merklich das Tempo heraus. Einen satten Schuss von Ruben Loftus-Cheek fälschte Kane mit der Hacke zum 6:0 ab, besonders laut wurde es aber beim Ehrentreffer durch Baloy. Panams euphorische Fans feierten ihre WM-Torpremiere minutenlang wie einen Sieg. 


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