Irrtum beim Torjubel WM-Teams halten sich an skurrile Jubel-Regel – die gibt es aber gar nicht

Von dpa

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Beim Torjubel der Portugiesen gab es einen Irrtum. Foto: imago/Kyodo NewsBeim Torjubel der Portugiesen gab es einen Irrtum. Foto: imago/Kyodo News

Kratowo. Portugals Jose Fonte durfte nicht mit seinen Mitspielern ein Tor außerhalb des Platzes bejubeln. Die Portugiesen befürchten, dass der Gegner schon weiterspielt – doch dahinter steckt ein Irrtum, dem auch andere Teams unterlagen.

Portugals Fußball-Team sorgt mit seinem Torjubel nach dem 3:3-Freistoßtreffer von Cristiano Ronaldo im WM-Vorrundenspiel gegen Spanien für Wirbel im Internet. In einem Video, das sich am Dienstag auf Twitter verbreitete, ist zu sehen, dass zehn Spieler außerhalb des Spielfelds jubeln - und einem Teamkollegen bedeutet wird, innerhalb der Linien zu bleiben. Auch die Australier verhielten sich nach ihrem Tor gegen Frankreich so, ebenso die Engländer gegen Tunesien.

Nutzer schlossen daraus, dass es eine Regel gebe, nach der das Spiel wieder angepfiffen werden dürfte, wenn kein Spieler mehr in der gegnerischen Hälfte steht und die Portugiesen dies verhindern wollen würden. Dies ist laut der Regelhüter des International Football Association Boards (IFAB) aber falsch. „Die Regeln sind klar", teilte das IFAB auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit und bezeichnete dies als „puren Zufall und eine ausgedachte Story".

Gemäß Regel acht des auch bei der WM in Russland maßgeblichen Regelwerks darf ein Anstoß nur ausgeführt werden, wenn sich alle Spieler in der eigenen Hälfte des Spielfelds aufhalten. Einzig der Anstoßende darf in der gegnerischen Hälfte stehen. 


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