Schweizer Bundesgericht Sperre ausgesetzt: Perus Kapitän Guerrero darf bei WM spielen

Von dpa

Paolo Guerrero darf nun doch für sein Heimatland Peru bei der Weltmeisterschaft in Russland spielen. Der Ex-HSVer war im Oktober 2017 bei einem Dopingtest positiv gestestet worden und wurde von der Fifa gesperrt. Foto: imago/Agencia EFEPaolo Guerrero darf nun doch für sein Heimatland Peru bei der Weltmeisterschaft in Russland spielen. Der Ex-HSVer war im Oktober 2017 bei einem Dopingtest positiv gestestet worden und wurde von der Fifa gesperrt. Foto: imago/Agencia EFE

Lausanne. Nach langen Hin- und Her darf der Ex-HSV Paolo Guerrero nun doch für sein Land Peru bei der Weltmeisterschaft spielen.

Perus Kapitän Paolo Guerrero kann nun doch an der Fußball-WM in Russland teilnehmen. Die Vollstreckung der Dopingsperre des früheren Profis des FC Bayern München und vom Hamburger SV wird provisorisch ausgesetzt, wie das Schweizer Bundesgericht am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS erklärt, er werde keine Einwände gegen den von Guerrero eingereichten Antrag auf Aussetzung der Sperre erheben.

Das Bundesgericht habe bei seiner Entscheidung "den diversen Nachteilen Rechnung getragen, die der bereits 34 Jahre alte Fußballspieler erleiden würde, wenn er nicht an einer Veranstaltung teilnehmen könnte, welche die Krönung seiner Fußballer-Karriere darstellen wird", hieß es in der Gerichts-Erklärung. Zudem habe man berücksichtigt, dass Guerrero nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt habe. 



Guerrero war vom CAS für 14 Monate gesperrt worden und hätte damit auch die WM in Russland verpasst. Er war im Oktober 2017 bei einer Dopingkontrolle nach dem 0:0 im Qualifikationsspiel gegen Argentinien positiv getestet worden. Bei dem Angreifer war eine in Koka-Tee enthaltene Substanz entdeckt worden.

Im aktuellen 23-Mann-Kader der Lateinamerikaner für die WM taucht Guerrero noch nicht auf. Trainer Ricardo Gareca strich am Mittwoch (Ortszeit) Verteidiger Luis Abram aus dem Aufgebot, das zuvor aus 24 Akteuren bestanden hatte. Der Coach hat noch bis zum 4. Juni Zeit, seinen endgültigen Kader an die FIFA zu übermitteln. Peru ist erstmals seit 1982 wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert.


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