Doping-Sperre bald aufgehoben? Peru-Kapitän Guerrero kann doch noch auf WM-Teilnahme hoffen

Von dpa

Darf Paolo Guerrero doch für Peru bei der WM spielen? Der Verband versucht alles. Foto: Imago/FotoarenaDarf Paolo Guerrero doch für Peru bei der WM spielen? Der Verband versucht alles. Foto: Imago/Fotoarena

Lausanne. Der wegen Doping gesperrte Paolo Guerrero kann doch noch auf eine Teilnahme an der Fußball-WM mit Peru hoffen.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS teilte am Donnerstag mit, er werde keine Einwände gegen den von Guerrero beim Schweizer Bundesgericht eingereichten Antrag auf Aussetzung der Sperre erheben.Der peruanische Verbandspräsident Edwin Oviedo hatte vor wenigen Tagen eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, die den Wert und die Wichtigkeit des ehemaligen Stürmers des FC Bayern München und des Hamburger SV für die Nationalmannschaft betonte, wie der Verband mitgeteilt hatte. "Wir gehen diesen Weg in der Schweiz weiter (...) mit der Überzeugung, Paolo bei der WM zu sehen", wurde Oviedo zitiert. Der Verband hofft auf eine baldige Entscheidung des Gerichts. Im aktuellen 23-Mann-Kader der Lateinamerikaner für die WM taucht der 34-jährige Angreifer noch nicht auf. Trainer Ricardo Gareca strich am Mittwoch (Ortszeit) Verteidiger Luis Abram aus dem Aufgebot, dass zuvor aus 24 Akteuren bestanden hatte.

14 Monate Sperre

Guerrero war vom CAS für 14 Monate gesperrt worden und würde damit auch die WM in Russland verpassen. Der Stürmer war im Oktober 2017 bei einer Dopingkontrolle nach dem 0:0 im Qualifikationsspiel gegen Argentinien positiv getestet worden. Bei dem 34-Jährigen war eine in Koka-Tee enthaltene Substanz entdeckt worden. Peru ist erstmals seit 1982 wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert.