Weil Fußball-Profi nicht fastete Prediger über Salah-Verletzung: Gottes Bestrafung

Von Kim Patrick von Harling

Ein Wettlauf mit der Zeit: Wird Mohamed Salah noch rechtzeitig fit für die WM? Foto: Imago/AFLOSPORTEin Wettlauf mit der Zeit: Wird Mohamed Salah noch rechtzeitig fit für die WM? Foto: Imago/AFLOSPORT

Liverpool. Ägyptens Fußballstar Mohamed Salah droht verletzungsbedingt das WM-Aus. Das sei Schicksal, sagt ein Prediger.

Der Fußballprofi des FC Liverpool musste während des Champions-League-Finales gegen Real Madrid ausgewechselt werden. Gegenspieler Sergio Ramos hatte Salah im Zweikampf heruntergerissen. Die Folge: eine schmerzhafte Schulterverletzung.

Dass es überhaupt zu dieser Verletzung gekommen ist, sei jedoch weniger Sergio Ramos zuzuschreiben - sondern nach Meinung des kuwaitischen Predigers Mubarak al-Bathali einzig und allein Salahs Schuld. "Gott hat Mohamed Salah für seine Entscheidung, nicht zu fasten, bestraft", wird der Prediger in einer arabischen Zeitung zitiert.

Salah ist Muslim. Im Rahmen des Ramadan, der in diesem Jahr vom 16. Mai bis zum 14. Juni stattfindet, wird gefastet. Das Champions-League-Finale in Kiew wurde am 26. Mai ausgetragen. Der Fußballprofi unterbrach für das wichtige Spiel sein Fasten. Eine Ausnahmestellung im Islam machte es möglich: Wenn eine Person reist, darf das Fasten unterbrochen werden. Die Tage, an denen nicht gefastet wurde, sollen an einem anderen Tag nachgeholt werden.




In den sozialen Netzwerken wird die Fastenpause von Salah diskutiert. Nicht wenige Kommentare zielen darauf ab, dass seine Verletzung tatsächlich eine Strafe Gottes sei. 

Salah gilt als Hoffnungsträger seines Landes bei der WM in Russland. Ob er bis zur WM fit wird, ist weiterhin fraglich. Ägypten startet am 15. Juni in der Gruppe A mit dem Spiel gegen Uruguay. 


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