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"Nun heißt es abwarten" 3. Liga: FSV Zwickau reicht Unterlagen für Lizenz ein

Von Sportredaktion

Droht dem FSV Zwickau der Zwangsabstieg? Foto: imago/Picture Point LEDroht dem FSV Zwickau der Zwangsabstieg? Foto: imago/Picture Point LE

Osnabrück. Die Saison 2017/18 beendete der FSV Zwickau in der 3. Liga auf Platz 15. Für die kommende Saison fehlt dem Verein bis Dienstag aber offenbar noch Geld für die Lizenz vom DFB. Erhält Zwickau keine Lizenz, droht der Zwangsabstieg – mit Folgen für Werder II, den VfL Osnabrück und die Sportfreunde Lotte. Am Nachmittag gab es Neuigkeiten.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, musst der Verein für die Lizenz noch 200 000 Euro auftreiben. Eine Frist dafür endet demnach am Dienstag um 15.30 Uhr. FSV-Vorstandssprecher Tobias Leege bestätigte der "Bild" die Höhe des fehlenden Betrags. „Mit Stand vom Montag ist die Lücke noch nicht vollständig geschlossen. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir die noch offene Lücke von etwa 200 000 Euro bis zum Fristende schließen werden", wird Leege zitiert.

Am Dienstagnachmittag ließ der Verein via Twitter verlauten, dass neue Unterlagen bei der DFL eingereicht wurden. "Lizenz-Hausaufgaben erledigt und Fristgerecht beim DFB eingereicht. Nun heißt es abwarten", schreibt der Ostclub. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim DFB.

Im April hatte der FSV Zwickau die Lizenz unter Auflage erhalten, 1,4 Millionen Euro an liquiden Mitteln nachzuweisen. "Wir hatten bereits im Vorfeld des Zulassungsbescheides Maßnahmen erarbeitet, wie der erwartete Nachweis erbracht werden soll", teilte der Verein damals mit. "Hierzu zählen insbesondere die Vorlage von weiteren Sponsorenverträgen, die in der Verhandlung sind, aber bis dato noch nicht unterschrieben wurden und somit auch nicht dem DFB vorgelegt werden konnten."

Steigen drei Ostclubs durch Strafen ab?

Gelingt es den Sachsen nicht, die das fehlende Geld durch Sponsoren aufzutreiben, könnte das den Zwangsabstieg in die Regionalliga bedeuten. Das hieße zum einen, dass Werder Bremens zweite Mannschaft, die auf Platz 18 sportlich abgestiegen war, in der Liga bliebe. Zum anderen, dass alle drei Absteiger zwangsweise die Liga verlassen. Neben Zwickau hat der Tabellenletzte Rot-Weiß Erfurt bereits wegen eines Insolvenzverfahrens im März zehn Punkte abgezogen bekommen. Im April wurden dem Chemnitzer FC aus dem gleichen Grund neun Punkte abgezogen. 

Für den VfL Osnabrück und die Sportfreunde Lotte würde das bedeuten, dass sie in der Abschlusstabelle noch einen Platz nach oben rutschen und auf Platz 15 und 16 stehen würden.