Druck, Angst, Vorfreude Aue gegen Karlsruhe: Wer ist in der Relegation für 2. Liga im Vorteil?

Von dpa

Karlsruhe will zurück in die 2. Bundesliga. Foto: imago/Sportfoto RudelKarlsruhe will zurück in die 2. Bundesliga. Foto: imago/Sportfoto Rudel

Karlsruhe. Der Karlsruher SC will nach einem Jahr in der 3. Liga wieder hoch in die Zweitklassigkeit. Dafür müssen sie am Freitag im Relegationsspiel um die 2. Bundesliga gegen den FC Erzgebirge Aue den ersten Schritt gehen. Für wen stehen die Chancen besser?

Das spricht für Karlsruhe

Seit Alois Schwartz vor dem 7. Spieltag beim KSC eingestiegen ist, ging es bei den Badenern steil bergauf. Aus 32 Spielen holte die Mannschaft unter dem 51 Jahre alten Trainer 64 Punkte. Profitiert hat Karlsruhe vor allem von seinen Stürmern Fabian Schleusener, den die Badener von Bundesligist SC Freiburg ausgeliehen haben, und dem erst in der Winterpause verpflichteten Marvin Pourie. Sie bildeten zuletzt ein treffsicheres Duo. Zudem stabilisierte Schwartz die Defensive, die mit 29 Gegentoren die beste in der Dritten Liga ist.

Marvin Pourie (Mitte) ist mitverantwortlich für die gute Karlsruher Saison. Foto: imago/Kruczynski

Die Erfahrungen mit Relegationsspielen sind allerdings schlecht: 2012 scheiterte der KSC als Zweitligist an Jahn Regensburg und stieg in die Dritte Liga ab. 2015 schien der Aufstieg in die Bundesliga schon perfekt, als der HSV in der Nachspielzeit einen fragwürdigen Freistoß erhielt, sich mit einem Tor in die Verlängerung rettete – und gewann.

Das spricht für Aue

Die zwei besten Aue-Profis sind zwei ehemalige Karlsruher: der überragende Pascal Köpke und sein Sturmpartner Dimitrij Nazarov. Zwar erspielt sich die Mannschaft von Trainer Hannes Drews relativ wenige Torchancen, besonders Köpke ist jedoch jederzeit in der Lage, aus wenig viel zu machen. Zudem zeigte Aue über die gesamte Saison hinweg konstante Leistungen und hat sportlich stets geliefert, wenn es darauf ankam – außer am letzten Spieltag. 

Aue hofft am Freitag auf die Tore von Pascal Köpcke. Foto: dpa

Beim 0:1 in Darmstadt, das den FC Erzgebirge auf den Relegationsplatz abrutschen ließ, wurde allerdings ein reguläres Tor der Sachsen nicht gegeben. Protestversuche dagegen scheiterten.