Wolfsburg gegen Kiel Stadion statt Arbeit: VW gibt Arbeitern für Relegationsspiel frei

Von Tobias Bosse

Damit die VW-Arena auch wirklich voll wird, gibt Volkswagen seinen Angestellten für das Relegationsspiel frei. Foto: Imago/regios24Damit die VW-Arena auch wirklich voll wird, gibt Volkswagen seinen Angestellten für das Relegationsspiel frei. Foto: Imago/regios24

Wolfsburg. Die Stadionauslastung des VfL Wolfsburg ließ bislang zu wünschen übrig - das soll sich beim Relegationsspiel ändern.

In Wolfsburg rücken für das anstehende Relegationsspiel gegen Holstein Kiel alle näher zusammen. Wenn die Lichter der VW-Arena am Donnerstagabend angehen, soll sich das Stadion komplett füllen, so der Wunsch des Vereins sowie des Hauptsponsors Volkswagen. 

Der Automobilhersteller aus Wolfsburg drückt nicht nur die Daumen, damit das Stadion auch tatsächlich ausverkauft ist, nein. VW stellt seine Mitarbeiter sogar frei für das Entscheidungsspiel um den Bundesliga-Klassenerhalt. 

So haben Angestellte, die für Nacht- oder Spätdienst eingeteilt sind, die Möglichkeit sich bei ihrem Vorgesetzten zu melden, um ihre Schicht zu tauschen, wie unsere Redaktion aus VW-Kreisen erfahren hat. Damit sollen die Wölfe im Stadion die nötige Unterstützung erhalten.

In der vergangenen Saison drohte der VfL Wolfsburg aufgrund leerer Ränge Dauerkarteninhabern bereits mit Kündigung, wenn sie von 17 Heimspielen nicht mindestens zehn besuchen würden. Nun gibt es Zuckerbrot statt Peitsche für die eigenen Fans. 

Bei den Heimspielen des VfL Wolfsburg sind üblicher Weise zwischen 2.000 und 4.000 VW-Mitarbeiter im Stadion. Bei einem durchschnittlichen Zuschauerschnitt von 25.000 abzüglich der Gästefans, machen diese bis zu 20 Prozent der Gesamtanzahl der Zuschauer im Stadion aus.