Nach nicht gegebenem Tor "Fairplay mit Füßen getreten": Erzgebirge Aue legt Widerspruch ein

Von dpa und Kim Patrick von Harling

"So weit hinter der Linie" sagte wohl Aues Dimitrij Nazarov zu Schiedsrichter Sören Storks. Foto: Imago/Picture Point

Aue. Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue legt beim DFB Widerspruch gegen die Wertung der Zweitliga-Partie bei Darmstadt 98 ein.

Aue hatte die Partie am letzten Spieltag am Sonntag höchst unglücklich mit 0:1 verloren und deshalb den direkten Klassenerhalt verpasst. Die Sachsen müssen nun in der Relegation gegen den Drittliga-Dritten Karlsruher SC um den Verbleib in der 2. Liga spielen. 

"Diese ganz klar und in aller Welt sichtbaren Fehler dürfen und können wir nicht im Raum stehen lassen und einfach so hinnehmen. Uns wurde ein reguläres Tor nicht anerkannt, zudem wurden uns zwei klare Elfmeter verwehrt", erklärte Aues Präsident Helge Leonhardt im Namen des Vorstandes.



Zugleich betonte er: "Wir haben als Verein eine enorm große Verantwortung unseren Mitgliedern, Sponsoren, unseren Fans, unserer Mannschaft und der breiten Öffentlichkeit gegenüber. Das Fairplay wurde vom Schiedsrichterteam gestern mit Füßen getreten." Lutz Michael Fröhlich, der Schiedsrichter-Chef des Deutschen Fußball-Bundes, sagte zu den Auer Vorwürfen: "Das Spiel ist aus Schiedsrichtersicht nicht gut gelaufen. Aber Fehler können passieren, das ist menschlich. Verständlich ist der Ärger bei denen, die betroffen sind. Daraus aber den Vorwurf eines Vorsatzes abzuleiten, das ist entschieden zurückzuweisen."

Der DFB-Kontrollausschuss hat bereits ein Ermittlungsverfahren gegen den Präsidenten des FC Erzgebirge Aue, Helge Leonhardt, "wegen verschiedener Äußerungen" eingeleitet. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund am Montag mit.