Fakten zum 33.Spieltag Süles kurioser Rekord, Rückkehr des "Fußballgotts"

Von Alexander Barklage

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Erlösung: Nach 350 Tagen stand Alex Meier wieder auf dem Platz. Der Frankfurter "Fußball-Gott" erzielte dann sogar noch das Tor zum 3:0-Endstand gegen den HSV. Foto: imago/Jan HuebnerErlösung: Nach 350 Tagen stand Alex Meier wieder auf dem Platz. Der Frankfurter "Fußball-Gott" erzielte dann sogar noch das Tor zum 3:0-Endstand gegen den HSV. Foto: imago/Jan Huebner

Hamburg. Am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga gab es viele Kuriositäten und ein traumhaftes Comeback.

Bayerns Innenverteidiger Niklas Süle ist auf den Spuren von Franz Beckenbauer und Alex Meier feiert eine triumphale Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne. Zahlen und Fakten zum 33. Spieltag der Bundesliga.

Die triumphale Rekord des Alex Meier
Exakt 350 Tage nach seinem letzten Pflichtspiel für Eintracht Frankfurt erzielte Alex Meier nach seiner Einwechslung das 100. Joker-Tor der Saison. Es war eine emotionale Rückkehr nach seiner langen Verletzungspause. 

Eigentore: Süle egalisiert Kaltz' Rekord

Niklas Süle ist der erste Bayern-Spieler der Bundesliga-Historie, dem in einer Saison drei Eigentore unterliefen. Manfred Kaltz war das schon 1977/78 im Trikot des HSV passiert. "Leider ist es zeitlich nicht möglich, sonst müsste er ein Mannschaftsessen ausgeben", sagte Bayern-Trainer Heynckes mit einem Grinsen. Und ergänzte mit gespieltem Ernst: "Das kann einmal passieren, vielleicht auch zweimal. Aber jetzt hat er schon einen Hattrick."

Womit Süle auf den Spuren eines Großen wandelt. "Ich will ihn nicht mit Franz Beckenbauer vergleichen», sagte Heynckes: "Aber der Franz hat ja auch viele Eigentore gemacht." Beim "Kaiser"  waren es genau vier - allerdings in der gesamten Bundesligakarriere.

Gomez: Erster Heimtreffer im VfB-Dress
Stattdessen traf der VfB mit der ersten echten Torgelegenheit selbst. Die gefühlvolle Flanke von Kapitän Christian Gentner unterschätzte TSG-Verteidiger Kevin Akpoguma um wenige Zentimeter. Dahinter lauerte Nationalspieler Gomez und vollendete frei vor 1899-Torwart Oliver Baumann überlegt zu seinem ersten Heimtor seit der Rückkehr nach Stuttgart. Gomez schoss zudem 162. und 163. Bundesliga-Tor, er überholte Karl-Heinz Rummenigge (162) – im historischen Ranking bedeutet das Platz zwölf.

Toller Youngster
Schon in der Vorwoche traf Ridle Baku für den 1. FSV Mainz bei seinem Bundesliga-Debüt gegen RB Leipzig. Am Samstag ging es für den 20-Jährigen traumhaft weiter. Der Mainzer Stürmer erzielte auch beim Sieg in Dortmund ein Tor und ist nun mit 20 Jahren und 27 Tagen, der jüngste Spieler, der in seinen ersten beiden BL-Spielen getroffen hat seit Ralf Augustin (18 Jahre, 10 Tage für Dortmund im Jahr 1978). 

Zweites Bundesliga-Spiel - zweites Tor: Der Mainzer Stürmer Ridle Baku (l) trifft auch in Dortmund. Foto: imago/Kirchner-Media

Vaterfreuden

RB Leipzigs Kevin Kampl wird den 5. Mai 2018 wohl nie vergessen. Denn am Samstagmorgen wurde der Mittelfeldspieler des Fußball-Bundesligisten Vater von Sohn Jordi Noel. Um die Geburt nicht zu verpassen, düste der 27-Jährige am späten Freitagabend knapp 500 Kilometer in seine Heimatstadt Solingen. Und konnte so den emotionalen Moment erleben und seinen Filius im Arm halten. "Mama und Kind geht es prima", sagte Kampl. 

Doch spielen wollte Kampl auch. Also setzte er sich wieder ins Auto, fuhr am Samstagvormittag zurück nach Leipzig. Und stand in der Startelf gegen den VfL Wolfsburg, zeigte eine solide Leistung. "Weil ich unbedingt spielen und den Jungs helfen wollte. Heute ist einfach ein perfekter Tag", sagte Kampl nach dem 4:1 (2:0) gegen die Niedersachsen. Und was macht er jetzt?" Jetzt geht's direkt zu meiner kleinen Familie", sagte Kampl, der vorerst wohl des Öfteren auf der Autobahn Zeit verbringen wird.

Kohfeldt zuhause mit Werder ungeschlagen
Bremen verlor keins der zwölf Bundesliga-Heimspiele unter Florian Kohfeldt (sechs Siege, sechs Unentschieden); für Werder ist das die längste Erfolgsserie seit über zwölf Jahren; damals war Thomas Schaaf der Coach der Hanseaten.


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