Diagnose offiziell WM-Aus für Boateng? "Jetzt heißt es kämpfen"

Von Thomas Deterding

Meine Nachrichten

Um das Thema Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

WM in Gefahr? Eine genaue Diagnose soll Nationalspieler Jerome Boateng nach dessen erlittenen Verletzung im Verlauf des Donnerstags Klarheit bringen. Foto: imago/Christian Kolb/M.i.S.WM in Gefahr? Eine genaue Diagnose soll Nationalspieler Jerome Boateng nach dessen erlittenen Verletzung im Verlauf des Donnerstags Klarheit bringen. Foto: imago/Christian Kolb/M.i.S.

Hamburg. Jérôme Boateng muss um seine WM-Teilnahme bangen. Zudem kokettiert er mit einem Bayern-Abschied.

Gestützt von Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt musste Innenverteidiger Jérôme Boateng den Platz am Mittwochabend beim Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid bereits nach 34 Minuten verlassen. Während die "Sport Bild" in Berufung auf eigene Informationen bereits am Donnerstagmorgen vom Saison-Aus für den 29-Jährigen berichtet hatte, verkündete der FC Bayern am Nachmittag eine offiziell Diagnose.

Demnach zog sich Boateng, der es in der laufenden Spielzeit bis dato wettbewerbsübergreifend auf 31 Pflichtspiele für den Rekordmeister bringt, im Duell mit den Königlichen "eine strukturelle Verletzung der Adduktoren-Muskulatur im linken Oberschenkel" zu. Diese könnte den Nationalspieler mehrere Wochen außer Gefecht setzen.



Boateng bestätigte das Saison-Aus für die Bundesliga-Spielzeit und erklärte via Twitter zudem, für eine Teilnahme an der WM in Russland kämpfen zu wollen: "Das Leben ist voller Rückschläge. Lebe, fühle, liebe, lache, weine, spiele, gewinne, verliere, stolpere, falle, aber stehe immer wieder auf. Jetzt heißt es kämpfen, um in Russland dabei zu sein. Dafür werde ich alles geben." Am 17. Juni steigt Deutschland im ersten Vorrundenspiel der Gruppe F gegen Mexiko ins Turnier ein.

Verwirrung um Boateng-Aussagen

Parallel zur Verletzung sorgen am Donnerstag Aussagen Boatengs über seine sportliche Zukunft für Aufsehen: Denn trotz seines an der Säbener Straße bis 2021 laufenden Vertrags spielt der 70-fache Nationalspieler offenbar mit dem Gedanken an einen vorzeitigen Abschied aus München.

„Ich habe beim FC Bayern alles erlebt“, wird Boateng am Donnerstag vom Fußball-Magazin "Socrates" zitiert. „Und so komme ich langsam an den Punkt, an dem ich gewisse Fragen für mich beantworten muss: Was sind meine noch nicht erreichten Ziele? Möchte ich mich immer wieder beim gleichen Klub mit den gleichen Voraussetzungen beweisen?"

Nach sieben Jahren München Rückkehr auf die Insel?

Ein möglicher Abschied vom FC Bayern habe indes keine sportlichen Beweggründe, wie der gebürtige Berliner weiter erklärt: „Das sind gar nicht unbedingt klassische Karrierefragen, das sind Lebensfragen.“ In englischen Medien wird Boateng aufgrund seiner Aussagen am Donnerstag bereits mit seinem Ex-Klub Manchester City in Verbindung gebracht. 

Mit den "Citizens" hatte der Innenverteidiger in der Spielzeit 2010/11 den FA Cup gewonnen, ehe er für 13,5 Mio. Euro Ablöse nach München gewechselt war. In Manchester würde Boateng wieder auf seinen Ex-Coach Pep Guardiola treffen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN