„Vieles hat schon gepasst“ Lotte-Neuzugang Piossek fühlt sich gut aufgenommen

Von Christoph Schillingmann | 16.08.2017, 21:07 Uhr

Seit Montag steht der Fußballer Marcus Piossek beim Drittligisten Sportfreunde Lotte unter Vertrag. Trotz dieser kurzen Zeit fühlt er sich bei seinem neuen Verein jetzt schon sehr wohl. Und das aus mehreren Gründen.

Bei seinem bisherigen Arbeitgeber, dem SC Paderborn, stand der Mittelfeldspieler in den ersten vier Spielen der Saison nicht eine Minute auf dem Platz, sondern fristete nur ein Reservistendasein. „Vor etwa zwei Wochen hat Paderborn mir mitgeteilt, dass es schwer für mich wird“, sagte Piossek. Auch, weil es beim SCP im Moment so gut laufe. In der Tat: Paderborn holte von zehn von zwölf möglichen Punkten und führt aktuell die Tabelle der 3. Liga an. Nach Angaben des Neuzugangs war sein Ex-Verein der Meinung, dass es bei ihm sportlich nicht mehr gereicht hat. „Ich musste das so akzeptieren, wie der Verein mir das gesagt hat. Dann habe ich versucht, eine Lösung zu finden.“ Und mit Lotte habe er eine gute gefunden.

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Loser Kontakt zum VfL

„Die ersten Tage waren sehr positiv“, sagte der 28-Jährige nach seinem Pflichtspieldebüt im Westfalenpokal in Brakel. „Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen und sie ist charakterlich meiner Meinung nach auch sehr gut.“ Dass der Wechsel nach Lotte zustande kam, hatte vor allem etwas mit dem Trainer zu tun. „Nach dem Gespräch mit Marc Fascher war ich mir schon relativ sicher. Er hat sich sehr um mich bemüht.“ Kontakt mit dem VfL Osnabrück habe er nur lose gehabt. Es habe ein kurzes Gespräch mit seinem Berater gegeben, aber daraus habe sich nichts Konkreteres entwickelt.

Mit den Sportfreunden will Piossek nun unbedingt Erfolg haben. „Ich finde, dass die Mannschaft nicht dahin gehört, wo sie im Moment steht“, sagte er. Lotte hat einen Fehlstart hingelegt, ist mit einem Punkt aus vier Spielen das Schlusslicht und wartet auf den ersten Sieg im Ligaalltag. „Ich möchte, dass wir da unten so schnell wie möglich rauskommen.“ Er wolle mit der Mannschaft zusammen Erfolg haben, als Stammspieler seinen Teil dazu beitragen und am Sonntag die ersten drei Punkte gegen Jena holen.

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Der Wohlfühlfaktor

Ein erster Schritt war der 8:1-Pokalerfolg beim Landesligisten. Der Sieg hat Piossek zufolge der Mannschaft sehr gut getan. „Und mir natürlich auch mit den 90 Minuten und den zwei Toren. Vieles hat schon gepasst, obwohl ich erst sehr kurz da. bin Ich habe aber auch gemerkt, dass ich noch nicht in dem Rhythmus bin, wie es eigentlich sein sollte“, sagte der 28-Jährige. Insgesamt habe er sich aber auf dem Platz gut gefühlt.

Apropos Wohlfühlfaktor: Der gebürtige Lippstädter hat mit dem VfL Osnabrück, Preußen Münster und dem SC Paderborn schon bei Vereinen gespielt, die geografisch nah beieinander liegen. „Das ist sozusagen mein Bereich. Meine Eltern wohnen in Lippstadt und mein Bruder in Ahlen.“ Egal bei welchem Verein, er habe sich hier in der Ecke immer am wohlsten gefühlt. Bis Ende des Jahres wird der Mittelfeldspieler zudem noch in Paderborn wohnen bleiben und nach Lotte pendeln. „Ich heirate im Oktober und meine Freundin hat bis Dezember noch einen Job an der Uni.“ Danach würden sie sich neu orientieren.