Sportfreunde setzen sich in Mainz als harmonische Mannschaft durch Da knäult sich was zusammen

Von Carsten Richter | 04.09.2011, 17:00 Uhr

Zum Abschluss der englischen Woche haben die Sportfreunde Lotte auch die Reserve des FSV Mainz 05 zum Narren gehalten. Bei den Karnevalisten gewannen die Westfalen verdient 3:0 und holte damit den zweiten Sieg in Folge. Dabei schickte Trainer Maik Walpurgis dieselbe Elf ins Rennen wie zuletzt beim furiosen 6:0 gegen Fortuna Köln. Somit bleiben die Sportfreunde auch nach dem sechsten Spieltag der Regionalliga West ungeschlagen und orientieren sich nun in Richtung Spitzenplätze. Die Einzelkritik zum Spiel:

Torhüter Bastian Görrissen war es, der in der Anfangsviertelstunde seine Mannschaft im Spiel hielt. Er vereitelte Großchancen von Eric Durm (8.) und Luka Tankulic (15.), die sonst wohl einen frühen Rückstand gebracht hätten. Ab der 20. Minute hatte er dann bei hochsommerlichen Temperaturen aber einen eher geruhsamen Nachmittag.

In der Innenverteidigung spielten sowohl David Czyszczon als auch André Wiwerink einen gewohnt sicheren Part. Bis auf wenige Abstimmungsprobleme der beiden hatten hier die Mainzer Angreifer nicht viel zu melden. Und André Wiwerink war es dann auch, der seine Mannschaft in Führung brachte. Er brauchte in der 26. Minute, am langen Pfosten stehend, den Ball nur noch über die Linie zu drücken. Auf den Außenpositionen waren Michael Hohnstedt und Henning Grieneisen des Öfteren mit ihrer rustikalen Spielweise Endstationen für die Mainzer Flügelspieler.

Im Mittelfeld sorgten Tim Gorschlüter und Sebastian Zinke als Abräumer vor der Abwehr dafür, dass die Verteidiger häufig gar nicht eingreifen mussten. Beide hätten allerdings durchaus das Flügelspiel noch stärker forcieren können, anstatt sich in zahllosen Zweikämpfen aufzureiben. Andererseits sorgten beide auch immer wieder für Schwung nach vorne, indem sie den Jungprofis mit ihrer Zweikampfstärke den Schneid abkauften.

Im offensiven Mittelfeld konnte Christian Schlösser ebenso wie Fabian Liesenfeld einige wichtige Akzente nach vorne setzen. Beide waren schließlich auch Vorbereiter des 3:0, indem sie mit einer schönen Kombination den Weg zum Tor ebneten. Als Ballverteiler hinter der einzigen Spitze fungierte zudem Marc Lorenz, der durch seine Standards für einige Unruhe im Mainzer Strafraum sorgte. Er setzte in der 28. Minute die Mainzer Abwehr so sehr unter Druck, dass ihr prompt ein Eigentor zum 0:2 unterlief.

Ebenfalls ein steter Unruheherd war in vorderster Linie erneut Marcus Fischer. Nach Startproblemen hat er mittlerweile bereits fünf Tore erzielt und damit die Sportfreunde entscheidend weitergebracht. Die Luft im Tecklenburger Land scheint ihm mittlerweile wieder sehr gutzutun.

Eingewechselt wurde in der Schlussphase Youngster Florian Rüter, der mit seiner besten Chance 05-Keeper Yannick Dauth ernsthaft prüfte (81.). Zum Einsatz kamen zudem noch Leo Baal und Martin Hess, deren Leistungen aber aufgrund der kurzen Einsatzzeit nicht ausreichend zu beurteilen sind.