Splitter vor DFB-Pokal-Achtelfinale SF-Lotte-Fans hüten vor Duell mit „Löwen“ Geheimnis

Von Christian Detloff | 07.02.2017, 20:45 Uhr

Eine noch nicht näher bekannte Fan-Choreografie, eine mögliche vierte Einwechselung, ein trauriger und dennoch nicht pessimistischer Phillipp Steinhart und ein treuer Pizza-Bäcker, der auch nach einer Niederlage de Außenseiters weiter stolz auf seinen Klub wäre – Splitter vor dem DFB-Pokal-Achtelfinal-Heimspiel der Sportfreunde Lotte gegen 1860 München.

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 Nicht auf letzten Drücker: Eine frühzeitige Anreise ist wegen des hohem Zuschaueraufkommens empfohlen. Die Stadiontore öffnen um 16.30 Uhr. Ab 16 Uhr ist die Lengericher Straße zwischen Hagenbergstraße und Jahnstraße gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Allein im Bereich der Jahnstraße gibt es mehr als tausend Parkplätze. Taschen und Rucksäcke dürfen nicht mit ins Stadion. Es gibt keine Verwahrmöglichkeiten vor Ort. Die Stadion-Cafeteria ist nicht frei zugänglich, sie wird als zusätzlicher VIP-Raum genutzt.

 Alternativen zum Stadionbesuch: In Lotte zeigen die Pizzerien Soave, Latina und Roma die Sky-Liveübertragung des längst ausverkauften Pokalspiels.

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 Choreografie: Sie soll aufwendig sein – was genau die Lotter Fans aber beim Einlaufen der beiden Manschaften vorhaben, bleibt laut Fanbeauftragtem Matthias Budke im Vorfeld geheim.

 Medienaufkommen: Mit zwölf Fernsehkameras ist die DFL-Tochterfirma Sportcast, die Sky und die ARD-Sportschau mit Bildern beliefert, im Frimo-Stadion. Redakteure aller großen Münchener Tageszeitungen sind vor Ort.

 Pilotprojekt: Im Achtelfinale ist erstmals eine vierte Einwechslung möglich – aber nur dann, wenn ein Spiel in die Verlängerung geht. Alle Achtelfinalisten haben dieser Regelung zugestimmt. Sie gilt zunächst bis Ende der DFB-Pokal-Saison 2017/2018. „Ich finde die Änderung gut. So können Trainer die Spieler noch besser bei Laune halten und der Elf im Spiel noch mal einen Schub geben“, so SFL-Trainer Ismail Atalan.

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 „Löwen“ gewarnt: Torsten Fröhling, der als Coach des SV Wehen Wiesbaden nach der 0:3-Heimniederlage zuletzt gegen SF Lotte zurücktrat und ehemals die Münchener „Löwen“ trainierte, warnte seinen Ex-Verein via „Bild“. In puncto Einsatz, Zweikampfverhalten, Laufbereitschaft und gegenseitiger Hilfe sei Lotte führend in der 3. Liga. „Sie sind wirklich eine Mannschaft“, sagt Fröhling über die Sportfreunde: „Die sind topfit und können auch über 120 Minuten bestehen. Außerdem herrscht in ihrem kleinen Stadion eine ganz besondere Atmosphäre.“ Dennoch ist Fröhling vom 1860-Erfolg überzeugt.

 Wiedersehen: „Das ist bitter“, sagt Phillipp Steinhart. Der verletzte Lotter Flügelspieler, der in seiner Jugendzeit für 1860 München aktiv war, wäre gerne auf dem Rasen dabei gewesen. Dennoch freut sich der 24-Jährige auf das Wiedersehen mit einigen „Löwen“, die er aus alten Tagen kennt: Stefan Maximilian Wittek, Daniel Adlung und Kai Bülow. Der gebürtige Dachauer betont: „Viel wichtiger als das Wiedersehen ist allerdings, dass wir eine gute Leistung abliefern – und den Favoriten hoffentlich sogar bezwingen.“

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 Bitter: Für den jüngst bis Saisonende verpflichteten Innenverteidiger Tobias Haitz ist die Saison bereits gelaufen. Wegen eines Risses in der Gelenklippe des Hüftgelenks, den er sich vor dem Testspiel bei Hannover 96 zugezogen hatte, fällt der 24-Jährige vier Monate aus. Eine mögliche Teilnahme am DFB-Pokal-Achtelfinale dürfte ihn bei seiner Unterschrift sicherlich gereizt haben.

 Echte Verbundenheit: Seit den Verbandsligazeiten begleitet Hakki Hamidanoglu den Weg der Sportfreunde. Seit mehreren Jahren verspeist die Mannschaft vor einem Spiel in seinem Imbiss-Restaurant Pasta. Glück gebracht hätten dabei vor allem seine Nudeln mit Pesto und Sahnesoße, die jetzt als „Penne a la Aufsteiger“ auf der Speisekarte stehen. Und wenn gegen 1860 das Pokal-Aus kommt? „Dann bin ich trotzdem stolz. Wir sind doch nur ein kleiner Dorfverein und schon weit gekommen.“