DFB Pokal: Atalan-Elf vs. Löwen-Rudel Macht’s noch einmal, Sportfreunde Lotte!

Von Christian Detloff | 08.02.2017, 07:00 Uhr

Der gastgebende Neuling fiebert bei seiner dritten DFB-Pokal-Teilnahme einer Premiere entgegen, während 1860 München als Pokalsieger von 1964 bereits zum 22. Mal im Achtelfinale steht. Die Sportfreunde Lotte brennen darauf, die „Löwen“ an diesem Mittwoch (18.30 Uhr, Frimo-Stadion) zu bändigen und ihnen einen Strich durch den neunten Viertelfinal-Einzug zu machen.

 Wie sind die Rasenverhältnisse? Beide Mannschaften müssen sich auf ein tiefes Geläuf einstellen. „Die ersten 10, vielleicht 15 Minuten kann man Fußball spielen. Danach wird es mit den vielen Löchern schwer, viele werden ausrutschen“, kündigt Ismail Atalan an und erwartet ein Kampfspiel. Lottes Trainer hat kein Verständnis dafür, dass sein Gegenüber Vitor Pereira von einem Nachteil für seine Mannschaft spricht.

„Wenn 1860, das so viel personell getan hat in der Winterpause, sagt, dass wir Vorteile haben, würde ich gerne den Job tauschen“, sagt der Coach. Als Trainer habe man immer drei oder vier Pläne in der Taktiktasche. „Außerdem: Auch wir kommen viel über das Spielerische. Bei der Niederlage gegen Werder Bremen II war der Rasen kein Vorteil für uns.“

 Hier findet sich am Mittwoch der Liveticker zum Duell der Sportfreunde Lotte mit 1860 München >>

 Wie sieht es personell aus? Tim Wendel ist nach seiner Gelb-Roten Karte im Zweitrunden-Duell mit Bayer Leverkusen gesperrt. Tim Gorschlüter und Moritz Heyer sind die Kandidaten, ihn zu ersetzen. Dass der zuletzt in Wehen gelbgesperrte Kapitän Gerrit Nauber in die Startelf zurückkehrt, steht für Atalan außer Frage. Ansonsten lässt sich der Coach wenig in die Karten schauen. „Es wird zwei, drei Umstellungen geben“, so Atalan, der seine Besetzung davon abhängig macht, wer in der englischen Woche die nötige Frische und Fitness mitbringt.

 Lesen Sie auch: Rekordeinanhme für die Sportfreunde Lotte gegen 1860 München? >>

 Hat Lotte den Gegner beobachtet? Zum einen war Ko-Trainer Joe Laumann am Freitag bei der 1:2-Niederlage der „Löwen“ in Bielefeld. Auch das Video vom 2:1-Sieg zum Rückrundenauftakt in Fürth haben die Trainer studiert und zudem Erkenntnisse aus den Vorbereitungsspielen zusammengetragen, „„Es lohnt nicht, sich die Mannschaft aus der Hinrunde anzuschauen“, sagt Atalan mit Blick auf die hochkarätigen Verstärkungen des Gegners im Winter.

 Weiterelesen: SF-Lotte-Fans hüten Geheimnis: Splitter zum DFB-Pokal-Duell >>

 Wie schätzt Atalan den Widersacher ein? Auf dem schwierigen Geläuf kommt es auf eine große Aufmerksamkeit an, so der Trainer: „Wir dürfen zu keinem Zeitpunkt abschalten, müssen immer wieder nachsetzen.“ Fehler wären auf dem tiefen Platz normal. Dann sei Handlungsschnelligkeit gefragt – „auch beim Ausbügeln der eigenen Ballverluste“. 1860 München sei mit „unfassbarem Tempo“ und „unfassbarem Umschaltspiel“ der große Favorit. „Wir haben ganz großen Respekt vor den Löwen. Aber sie haben auch Schwächen, die wir an einem guten Tag nutzen können“, so Atalan, der die Hoffnung hat, dass der Gegner nach seinen personellen Veränderungen noch nicht so stark eingespielt ist wie seine Mannschaft: „Wir haben die Hoffnung und den Glauben, das Spiel gewinnen zu können. Wir wollen weiterkommen.“

 Interessant: Die Löwen stapeln vor Duell bei SF Lotte tief >>

 Und wie geht es aus? Der nächste große Pokalabend wartet auf die Sportfreunde. Lotte nimmt die widrigen Rasenbedingungen besser an und lässt sich wie gegen Leverkusen auch von einem Rückstand nicht unterkriegen – 2:1 nach Verlängerung.

 Und wer am Mittwoch noch so spielt, lesen Sie hier: