Rechenspiele zum Abstiegskrimi Selbst ein Sieg reicht Sportfreunden Lotte womöglich nicht

Von Daniel Brickwedde

Für die Sportfreunde Lotte ist die Situation dabei bedrohlicher denn je. Foto: imago images / Beautiful SportsFür die Sportfreunde Lotte ist die Situation dabei bedrohlicher denn je. Foto: imago images / Beautiful Sports

Unterhaching. Hoffen oder Bangen heißt es noch für fünf Mannschaften am abschließenden Spieltag der 3. Liga. Zwei Abstiegsplätze sind noch zu vergeben. Für die Sportfreunde Lotte ist die Situation dabei bedrohlicher denn je. Ein Überblick über die Ausgangslage im Abstiegskampf vor dem 38. Spieltag am kommenden Samstag.

Wer ist bereist abgestiegen? Seit dem 35. Spieltag steht der VfR Aalen als Absteiger fest. Nach der 2:3-Niederlage beim TSV 1860 München gesellt sich nun Fortuna Köln (39 Punkte) dazu. Vier Zähler beträgt der Rückstand der Fortuna zum rettenden Ufer – bei nur noch maximal drei zu vergebenen Punkten.  

Wer hat sich am vorletzten Spieltag gerettet? Freud und Leid lagen am 37. Spieltag nah beieinander. Während für Köln der Abstieg Gewissheit annahm, bedeutete der Sieg für 1860 München mit nun 47 Punkten den sicheren Klassenverbleib. Auch die SpVgg Unterhaching (45 Punkte) darf sich nach dem 3:0-Sieg gegen Lotte quasi auf eine weitere Spielzeit in der 3. Liga einstellen: Der Tabellen-13. fällt nur noch in einem reinen Fantasieszenario auf einen Abstiegsplatz zurück. Dazu müssten Eintracht Braunschweig und Energie Cottbus im direkten Verfolgerduell unentschieden spielen, Carl Zeiss Jena und die SG Sonnenhof Großaspach ihre Spiele gewinnen und Unterhaching selber mit 0:11 oder höher beim VfL Osnabrück verlieren. So eine Geschichte mag aber selbst der Fußball nicht schreiben.

Wer kann noch absteigen? Für fünf Teams ist das Abstiegsszenario dagegen deutlich realistischer. Braunschweig und Cottbus liegen aktuell punktgleich auf Position 14 und 15 und treffen am letzten Spieltag in Braunschweig aufeinander. Der Sieger dieser Partie ist sicher gerettet. Trennen sich beide Teams Unentschieden, ist nur Cottbus aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gefährdet. Denn gewinnen Jena (43 Punkte, gegen 1860 München) und Großaspach (42 Punkte, bei Fortuna Köln) ihre Partien, rutscht Cottbus auf Rang 17 und den ersten Abstiegsplatz zurück. Der Verlierer des direkten Duells muss ebenfalls mit bangem Blick auf die anderen Begegnungen schauen. Jena, aktuell auf Position 16 noch über dem Strich, bleibt unabhängig von den anderen Ergebnissen bei einem Sieg in der Liga. Aufgrund der Konstellation um Braunschweig und Cottbus wäre selbst Großaspach bei einem Sieg in Köln dank des besseren Torverhältnisses automatisch gerettet. Spielt Großaspach nur Remis, müsste Jena für den Klassenerhalt gleichzeitig verlieren.

Die Ausgangslage für Lotte: Für die Sportfreunde (40 Punkte) ist das Szenario hingegen relativ einfach: Alles andere als ein Sieg gegen die Würzburger Kickers ist gleichbedeutend mit dem Abstieg. Und ein Heimsieg reicht auch nur, wenn Jena und Großaspach gleichzeitig verlieren. Denn holt Jena mindestens einen Punkt, sind die Thüringer tabellarisch auch bei einem Sieg nicht mehr einzuholen; holt Großaspach bei einer Niederlage von Jena mindestens einen Punkt, bleibt der selbsternannte Dorfverein trotz gleicher Punktzahl aufgrund des besseren Torverhältnisses vor Lotte. Es benötigt in diesem Fall einen 11:0-Sieg oder höher für Lotte.

Punkte, Torverhältnis und kommende Gegner der Abstiegskandidaten:

Eintracht Braunschweig (44 Punkte, Torverhältnis: -6): Energie Cottbus (H)

Energie Cottbus (44 Punkte, Torverhältnis: -7): Eintracht Braunschweig (A)

Carl Zeiss Jena (43 Punkte, Torverhältnis: -13): TSV 1860 München (H)

SG Sonnenhof Großaspach (42 Punkte, Torverhältnis: -3): Fortuna Köln (A)

Sportfreunde Lotte (40 Punkte, Torverhältnis: -14): Kickers Würzburg (H)


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