Lotte empfängt 1. FC Kaiserslautern SFL-Kapitän Straith träumt von der 2. Bundesliga

Lotte-Kapitän Adam Straith (links) hat eine Rückkehr in die 2. Bundesliga noch nicht ausgeschlossen. Foto: Manfred MrugallaLotte-Kapitän Adam Straith (links) hat eine Rückkehr in die 2. Bundesliga noch nicht ausgeschlossen. Foto: Manfred Mrugalla

Lotte. Wenn Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte am Samstag um 14 Uhr den Tabellennachbarn 1. FC Kaiserslautern empfängt, könnte Thomas Blomeyer wieder in der Innenverteidigung auflaufen – neben SFL-Kapitän Adam Straith, der von der 2. Bundesliga träumt.

Seit Mitte August 2018 schnürt Straith die Fußballschuhe für die Sportfreunde. Seit seinem Wechsel hat der Kanadier 56 Spiele im Lotter Trikot absolviert und sich zum Führungsspieler entwickelt. Seit Beginn dieser Saison trägt er sogar die Kapitänsbinde. "Damit auf dem Platz zu stehen ist für mich persönlich kein großer Unterschied, weil ich immer als Organisator mit meiner Stimme auftreten möchte. Das hat nichts mit der Binde zu tun. Aber ich habe abseits des Platzes mehr Verantwortung. Das ist eine Rolle, die ich sehr gerne annehme. Ich bin stolz darauf, die Jungs führen zu dürfen", sagt Straith, dessen Vertrag im Sommer bei den Sportfreunden ausläuft.

Zahlen, Daten, Fakten. Grafik: NOZ

Gedanken über seine Zukunft macht sich der Innenverteidiger momentan noch nicht. Er möchte die Saison gut zu Ende spielen  "Sie wird auf jeden Fall noch viel Kraft kosten. Ich bin noch nicht bereit, mir einen großen Kopf über die Zukunft zu machen", sagt Straith. Eine Rückkehr in die 2. Bundesliga, in der er für Energie Cottbus von 2009 bis 2012 insgesamt 38-mal auf dem Platz stand, hat er aber noch nicht abgehakt. "Es ist mein Ziel, irgendwann wieder dort zu spielen. Ich bin aber auch realistisch. Ich weiß, dass ich 28 Jahre alt bin und nicht mehr 22. Wenn das nicht möglich ist, habe ich auch kein Problem damit, in der 3. Liga zu spielen. Ziele sind ganz wichtig, egal wie alt man ist", sagt Straith, der seine ganze Kraft in die Mannschaft und die Spiele investieren will.

Das Hinspiel auf dem Betzenberg verloren die Sportfreunde um Maximilian Oesterhelweg (rechts) gegen Kaiserslautern (mit Jan Löhmannsröben, am Ball) mit 1:2. Foto: Manfred Mrugalla

Drube erwartet Kampfspiel

Zehn Spiele sind in dieser Spielzeit noch zu absolvieren. Als nächstes geht es für das Team von SFL-Trainer Nils Drube gegen Kaiserslautern. "Das wird eine wahnsinnig große Herausforderung. Aber wir können wir total selbstbewusst ins Spiel gehen, weil die Mannschaft anders als im Hinspiel über deutlich mehr Physis verfügt. Wir werden ihnen einen richtig schönen Kampf abliefern", sagt Drube.

Verzichten muss der 41-jährige Fußballlehrer auf Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh, der eine Gelbsperre absitzen muss. Für den 27-Jährigen könnte Sascha Härtel in die Startelf zurückkehren, der nach Oberschenkelproblemen wieder komplett mittrainierte. In der Innenverteidigung darf sich Blomeyer nach dem Jena-Spiel Hoffnungen auf einen weiteren Startelfeinsatz machen, auch wenn Matthias Rahn mit seinem gerissenen Band in der Schulter spielfähig ist. "Man hat ihm am Anfang angemerkt, dass er fast ein Jahr ohne Wettkampfpraxis war. Er hat dann Sicherheit gefunden", sagt Drube. Straith ergänzt: Je länger das Spiel gedauert hat, desto mehr hat er sich stabilisiert. Ich habe ein richtig starkes Spiel von ihm gesehen."

Und wie geht es aus? Die Sportfreunde verlieren 0:2.


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