Vor dem Hit gegen Kaiserslautern Lottes Stürmer Wegkamp über Torflaute und Teamgedanke

Will wieder treffen, nach Möglichkeit schon gegen Kaiserslautern: Gerrit Wegkamp. Foto: MrugallaWill wieder treffen, nach Möglichkeit schon gegen Kaiserslautern: Gerrit Wegkamp. Foto: Mrugalla

Lotte. Die Sportfreunde Lotte erwarten am Samstagnachmittag hohen Besuch in der heimischen Arena. Zu Gast ist dann der vierfache Deutsche Meister und zweifache DFB-Pokalsieger 1. FC Kaiserslautern (14 Uhr, Frimo-Stadion).

Gegen den Traditionsverein aus der Pfalz soll dann das besser klappen, was zuletzt kaum noch funktionierte: mehr Zielstrebigkeit im Angriff und eine konsequente Chancenverwertung, um so den Weg zu drei Punkten zu ebnen.  

Punkte verschenkt

Daran scheiterte Lotte in den vergangenen Partien. Nach dem Dreier in Zwickau verschenkte man gegen Fortuna Köln sowie in Jena wichtige Punkte in der Nachspielzeit. Zu nachlässig präsentierte sich die Hintermannschaft, wenn es darum ging, Spielsituationen klarer zu lösen und damit erst gar keine Missverständnisse im Abwehrverhalten aufkommen zu lassen. Wenn die Sportfreunde nun keine Angst vor dem großen Vereinsnamen 1. FC Kaiserslautern haben, sollte auch in der heimischen Arena endlich wieder ein Sieg gefeiert werden können. Den gab es zuletzt am 11. Februar gegen Preußen Münster (1:0).

Für Torgefahr im Angriff soll Gerrit Wegkamp sorgen. Lottes Angreifer setzt dabei vor allem auf den Teamgedanken. „In der Mannschaft setzt sich immer jeder für den anderen ein. Man gewinnt und verliert zusammen. Am Ende des Tages ist natürlich klar, dass wir immer den maximalen Erfolg wollen. Dem gehen eigentlich immer 90 heiße Minuten voraus, wo einem nichts geschenkt wird. Egal, ob der Gegner aus der oberen oder unteren Tabellenhälfte kommt. Daher entscheidet oft die Tagesform."

Torbilanz ausbaufähig

Der 25-Jährige kam am letzten Tag der Wechselperiode im Sommer vom VfR Aalen zu den Sportfreunden. In die Mannschaft schaffte es der gebürtige Ochtruper auf Anhieb, kam bisher in jedem Spiel zum Einsatz. Er war nie ernsthaft verletzt und auch nicht gelb- oder rotgesperrt. Seine Bilanz mit zwei Toren in 28 Begegnungen wurmt ihn aber dann doch etwas. „Wichtig ist, dass wir unsere Tore machen. Natürlich würde ich auch selbst gerne wieder einen eigenen Treffer bejubeln, aber der Mannschaftserfolg steht über allem. Die Verpflichtung von Toni Jovic hat uns jedenfalls gut getan. Wir sind froh, dass wir ihn haben“, sagt Wegkamp, der gegen Uerdingen und Cottbus seine Tore machte und in Jena drei gute Chancen hatte, einen Treffer zu erzielen. Auffällig bei ihm ist die faire Spielweise. Nur zwei gelbe Karten sind eine gute Bilanz für einen Kämpfer, der immer wieder durch Balleroberungen an die Grenze des Erlaubten gehen muss.

Der Mann mit der Rückennummer 13 muss sich zudem vorerst keine Sorgen um seine Zukunft machen. Während der sportliche Leiter Manfred Wilke Vertragsgespräche mit Spielern und dem Trainerteam für Anfang April ankündigte, steht Gerrit Wegkamp noch bis zum 30. Juni 2020 unter Vertrag. Das passt auch ganz gut, denn mittlerweile ist er in der Region wieder heimisch geworden. Musste der Mittelstürmer nach seinem Wechsel aus Aalen noch kurzzeitig im „Hotel Mama“ unterkommen, so hat er jetzt mit seiner Verlobten Jenny eine eigene Wohnung bezogen. Den Umzug erledigte er übrigens kurzerhand neben den Trainingseinheiten und Spielen.

Drei Hammerspiele in Folge

Gegen den 1. FC Kaiserslautern, der erstmalig in der Vereinsgeschichte in Lotte zu Gast ist, wollen sich die Sportfreunde für die unglückliche, aber verdiente 1:2-Hinspiel-Niederlage revangieren. Es war seinerzeit die erste Niederlage unter Trainer Nils Drube nach dessen Verpflichtung. Nach Kaiserslautern kommt Braunschweig und dann geht es nach Osnabrück. „Das sind die Spiele, weshalb man Fußball spielt. Das macht einfach Spaß und da möchte jeder gerne dabei sein“, meint Wegkamp im Hinblick auf die kommenden drei Hammerspiele für die Sportfreunde Lotte. Und vielleicht packt Wegkamp ja auch einen Hammer aus.


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