Drube: Er ist brutal wichtig Schulzes extreme Variabilität als Sinnbild für Lottes Erfolg

Nicht nur Lotte insgesamt mit Adam Straith, Maximilian Oesterhelweg und Alexander Langlitz (von links) läuft es, sondern auf für Michael Schulze. Foto: Manfred MrugallaNicht nur Lotte insgesamt mit Adam Straith, Maximilian Oesterhelweg und Alexander Langlitz (von links) läuft es, sondern auf für Michael Schulze. Foto: Manfred Mrugalla

Lotte. Im Herbst seiner Fußballerkarriere erlebt Michael Schulze bei den Sportfreunden Lotte seinen zweiten Frühling. Beim Fußball-Drittligisten hat sich der 30-Jährige durch gute Leistungen in der Rückrunde einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld erarbeitet und wird dort im Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Fortuna Köln auflaufen.

Eigentlich ist der erfahrene Spieler, der auf zwei Bundesliga-, 72 Zweitliga-, 49 Drittliga- und 125 Regionalligaspiele zurückblickt, auf der Position des rechten Außenverteidigers beheimatet. Auch für die Sportfreunde, zu denen er im Sommer 2017 wechselte, spielte er zunächst rechts hinten. Jedoch beorderte ihn Nils Drube in die Mitte. „Ich sehe ihn nicht als Abwehrspieler, sondern als polyvalent einsetzbaren Defensivspieler. Er kann auf der Außenverteidigerposition, auf der Doppelsechs oder als einzelner Sechser in einer Dreierreihe spielen, von wo aus er auch zwischen die Innenverteidiger hineinarbeiten kann“, sagt der SFL-Trainer über seinen Schützling. „Das ist sein Qualitätsmerkmal.“

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Und Schulze selbst? Der fühlt sich pudelwohl in seiner neuen Rolle als Abräumer vor der Viererkette. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, diese neue Herausforderung anzunehmen und mich in die Aufgabe hineinzufuchsen“, sagt der 30-Jährige, der in dieser Saison 23 von 26 Spielen absolvierte. 

Für Lotte und Schulze läuft es

Nicht nur für Schulze persönlich, sondern auch für Lotte läuft es derzeit gut. Die Sportfreunde sind im neuen Jahr noch ungeschlagen und haben erst ein Gegentor kassiert. SFL-Torhüter Steve Kroll musste seit 534 Minuten nicht mehr hinter sich greifen. Die Abwehr steht also. „Das Defensivverhalten muss unser Faustpfand sein. Die einen loben unsere Serie, dass wir defensiv sehr stabil sind. Die anderen reden von unattraktivem Spiel. Ich würde es so ausdrücken, dass wir taktisch unheimlich gut aufgestellt sind und eine gute Struktur haben. Die Arbeit gegen den Ball ist unsere Basis“, sagt Drube, für den Schulze sinnbildlich für das Wir-Gefühl der Mannschaft steht.

"Schulle bleibt im Zentrum"

Der Allrounder sieht das genauso: „Der Teamgedanke macht uns im Moment stark. Jeder stellt sein eigenes Ego ein Stück zurück und haut sich für das Team rein. Das ist unser Erfolgsgeheimnis zurzeit.“ In Lotte Fußball zu spielen macht ihm derzeit extrem viel Spaß, sodass sich Schulze gut vorstellen kann, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag zu verlängern. „Ich wäre nicht abgeneigt, noch ein oder zwei Jahre zu bleiben“, sagt der gebürtige Göttinger, der gegen Köln auf der Sechs beginnen wird, obwohl mit Alexander Langlitz (Gelbsperre) der Rechtsverteidiger fehlen wird. „Schulle bleibt im Zentrum“, legt sich Drube fest. „Er ist brutal wichtig für uns. Durch seine Erfahrungswerte strahlt er eine gewisse Ruhe aus.“ Als mögliche Alternativen für Langlitz nennt der Lotter Coach Noah Awassi und Jonas Hofmann.

Und wie geht es aus?

 Krolls Serie reißt, aber zu Hause bleibt Lotte unter Drube unbesiegt – 1:1.


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