Zugang der Sportfreunde Lotte Justin Eilers: Rückkehr in Ruhe und ohne den ganz großen Druck

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Justin Eilers (links), hier im Trikot der U23 des SV Werder Bremen im April 2018 gegen Rot-Weiß Erfurt. Foto: imago/Karina HesslandJustin Eilers (links), hier im Trikot der U23 des SV Werder Bremen im April 2018 gegen Rot-Weiß Erfurt. Foto: imago/Karina Hessland

Lotte. Die Rückkehr von Justin Eilers in die 3. Liga war eine der größten personellen Überraschungen der Winterpause. „Ich war 20 der letzten 24 Monate verletzt“, sagt der Zugang der Sportfreunde Lotte, der für ein halbes Jahr unterschrieben hat: „Ich hoffe, dass es nun endlich wieder bergauf geht.“

Vor zweieinhalb Jahren hatte der flexible Rechtsaußen den Weg nach ganz oben eingeschlagen. Mit 42 Toren in zwei Spielzeiten bei Dynamo Dresden war Eilers als Drittliga-Torschützenkönig zum Bundesligisten Werder Bremen gewechselt. Doch nach einer Hüft- und Leistenverletzung fiel er in der Hinrunde aus. Am Ende einer ordentlichen Rückserie in der U 23 (drei Tore und zwei Vorlagen in zehn Spielen) zog sich Eilers im Mai 2017 einen Kreuz- und Innenbandriss zu. 

Großes Verletzungspech in Bremen nach überragender Zeit bei Dynamo Dresden

Erst im Frühling 2018 war der mittlerweile 30-Jährige wieder fit – zu spät, um sich für eine Verlängerung zu empfehlen. „Ich hatte nach zwei überragenden Jahren in Dresden bei Werder vom ersten Tag an Probleme. Sonst hätte ich einen ganz anderen Weg eingeschlagen“, ist er überzeugt.

Eilers folgte dem Ruf von Valérien Ismael, den er aus gemeinsamen Zeiten bei der U23 des VfL Wolfsburg kannte. Ismael hatte bei Apollon Smyrnis in der höchsten griechischen Liga angeheuert. Doch nach 61 Tagen war dessen Amtszeit nach einem Zerwürfnis mit dem Präsidenten, der über Aufstellung und Einwechslungen bestimmen wollte, beendet. 

"Reines Chaos" beim griechischen Erstligisten Apollon Smyrnis

„Von den Spielern, die Ismael geholt hatte, durfte nur ich bleiben. Es war das reinste Chaos mit fünf Trainern in drei Monaten“, so Eilers. Nachdem der Braunschweiger in Athen gut zwei Monate wegen Hüftproblemen ausgefallen war, wurde er aussortiert. „Deshalb habe ich jetzt noch Rückstand“, sagt Eilers, der im Dezember einer Vertragsauflösung zugestimmt hatte.

Unterschriftsreife Angebote von mehreren Drittligisten

„Ich hatte mehrere unterschriftsreife Angebote aus der 3. Liga – unter anderem von Braunschweig. Die Eintracht liegt mir am Herzen“, sagt Eilers. Warum entschied er sich ausgerechnet für die Sportfreunde? „Ich hatte das Gefühl, dass Lotte jetzt die perfekte Station für mich ist.“ 

Gespräche mit Drube und Hozjak überzeugten Eilers

Ausschlaggebend waren die Gespräche mit dem Trainerduo Nils Drube und Sven Hozjak. „In der Arbeit an meiner Rückkehr tut mir die Ruhe in Lotte einfach gut. Hier wird mir die nötige Zeit gegeben“, so Eilers: „Es ist gut für mich, nicht vom ersten Tag an unter Druck zu stehen.“ Für einen Teileinsatz in Großaspach dürfte es noch nicht reichen. „Wenn ich fit bin, werde ich meine Leistung abrufen und Lotte helfen, seine Ziele zu erreichen.“


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