Drube wird vor dem Spiel Papa Schwache Sportfreunde Lotte verlieren 1:2 in Kaiserslautern

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Kaiserslautern. Trainer Nils Drube wird in der Nacht vor dem Spiel erstmals Vater, der Verein setzt erstmals einen Sonderzug ein: Die beiden freudigen Premieren wusste der lange erschreckend schwache Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte beim 1:2 (0:1) als Gast des 1. FC Kaiserslautern nicht zu krönen.

Statistik: 1. FC Kaiserslautern - Sportfreunde Lotte 2:1 (1:0)

1. FC Kaiserslautern: Hesl - Schad, Gottwalt, Kraus, Sternberg - Löhmannsröben, Fechner - Zuck, Bergmann (84. Hinault), Kühlwetter (71. Hemlein) - Thiele (79. Huth).
Bank: Grill (ETW), Albaek Biada, Dick.
Sportfreunde Lotte: Kroll - Langlitz (46. Rosin), Rahn, Straith, Neidhart - Schulze, Hofmann – Lindner (41. Chato), Oesterhelweg, Reimerink - Wegkamp (46. Al-Hazaimeh).
Bank: Quindt (ETW), Schmidt, Karweina, Awassi.
Bei Lotte fehlen: Dietz, Piossek (beide Oberschenkel), Breitfelder (Außenbandriss im Knie), Yildirim (Teilriss des Innenbandes im Knie), Pytlik (Schambeinverletzung), Wendel (Aufbautraining), Stelzer (Trainingsrückstand), Zummack, Ebot-Etchi, Putze, Plume (alle nicht im Kader).
Tore: 1:0 Fechner (45., Vorlage Zuck), 2:0 Zuck (64., Vorlage Bergmann), 2:1 Al Hazaimeh (90.).
Gelb: Al Hazaimeh (Lotte (71.).
Schiedsrichter: Patrick Alt (Heisweiler).
Zuschauer: 19516 (davon rund knapp 300 aus Lotte).
Nächstes Spiel: Am Samstag, 6. Oktober, 14 Uhr) bei Eintracht Braunschweig.


Besonderes: Die wichtigste Nachricht und frohste Kunde vorweg: Sportfreunde-Lotte-Trainer Nils Drube ist heute Nacht in Münster erstmals Vater (seine Tochter heißt nicht Lotte, sondern Leni) geworden und entsprechend happy zum Betzenberg nachgereist. Der Verein setzt indes erstmals einen Sonderzug ein. Etwa 250 der rund 300 SFL-Anhänger im Fritz-Walter-Stadion sind mit diesem angereist. Für Michael Schulze (Startelf) und Tino Schmidt (zunächst Ersatzbank) ist es die Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Neuzugang Dennis Rosin steht erstmals im Spieltagsaufgebot. (Weiterlesen: Drube knapp 13 Stunden nach Vaterschaft schon wieder an der Linie)


Aufstellung/Taktik:
Drube nimmt gegenüber dem 2:0-Heimsieg über Carl Zeiss Jena eine Änderung vor: Anstelle von Chato kehrt Jaroslaw Lindner in die Startelf zurück. Lotte spielt wieder im 4-2-3-1. 

Erste Halbzeit: Die erste Viertelstunde spielt sich vornehmend zwischen den Strafräumen ab. Die erste gefährliche Szene hat Lauterns Rechtsverteidiger Dominik Schad, dessen Schuss Adam Straith zur Ecke abfälscht (15.). Lotte verteidigt stark, nach vorne fehlt die Struktur. Michael Schulze und zweimal Alexander Langlitz müssen behandelt werden - vielleicht fehlt dem umkämpften, teils ruppig geführten Spiel auch deshalb der Rhythmus. Lautern ist feldüberlegen, doch in Tornähe fehlen wahlweise Ideen und in in letzter Konsequenz auch das Durchsetzungsvermögen. Die Fans der Gastgeber werden allmählich unruhig. Timmy Thiele stellt SFL-Keeper Steve Kroll mit seinem Schuss (33.) vor eine nicht allzu schwere Aufgabe. Auf der Gegenseite hat Maximilian Oesterhelweg den ersten Abschluss für die im Passspiel diesmal schwachen Lotter (35.) - doch ebenfalls zu mittig. Drube bringt früh Paterson Chato für Lindner (41.) und hat nun die Startelf gegen Jena auf dem Platz. Die erste Halbzeit ist insgesamt kein Leckerbissen und von vielen Unterbrechungen geprägt. Doch dann sorgt Lautern fast aus dem Nichts für die nach Spielanteilen nicht ungerechte Führung: Auf Vorlage von Hendrick Zuck trifft Gino Fechner zum 1:0 (45.).

Zweite Halbzeit: Drube bringt Jeron Al-Hazaimeh für Gerrit Wegkamp und Debütant Dennis Rosin für Alexander Langlitz (46.). Jules Reimerink geht in die Spitze, Al-Hazaimeh auf den linken Flügel und Schulze übernimmt die Rechtsverteidigung. Doch von Besserung keine Spur. Lautern hat durch Christian Kühlwetter die Riesenchance auf das 2:0, doch Steve Kroll pariert prächtig (47.). Auf Vorlage von Zuck hat Theodor Bergmann die nächste Großchance. Matthias Rahn wirft sich in den Schuss und klärt zur Ecke (55.). Lautern, das nun früher attackiert, übt weiter Druck aus. Die Sportfreunde, die ihr Engagement, aber nicht die Sicherheit und das Risiko erhöhen, geraten unter Dauerbeschuss. Die Abstände zwischen den Spielern und Linien sind zu groß. Jan Löhmannsröben (57.) und Lukas Gottwalt (63.) scheitern noch. Doch dann steht Zuck auf Hacken-Vorlage von Bergmann mutterseelenallein im Strafraum und trifft zum hochverdienten 2:0 (64.). Lotte findet weiter keine Mittel. Lautern verwaltet die sichere Führung zunächst souverän. Der Kopfball von Rahn an den Pfosten (89.) ist die späte erste SFL-Großchance. Mit der letzten Gelegenheit des Spiels verkürzt Al Hazaimeh in der Nachspielzeit auf 1:2, nachdem Chato an den Pfosten gescheitert war.

Fazit: Ein Rückfall in vergessen geglaubte Zeiten. Bei Lotte zeigen neben Keeper Kroll nur die Innenverteidiger Rahn und Straith Normalform. Als die trotz Überlegenheit 30 Minuten harmlosen Lauterer den Druck erhöhen, haben die Sportfreunde keine Antworten. Schwache Lotter, die zu spät aufwachen, können sich über die Niederlage nicht beschweren.

Wie geht es weiter? Am Samstag, 6. Oktober, 14 Uhr) spielt Lotte bei Eintracht Braunschweig.


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