2:1 gegen Zwickau zweiter Sieg in Folge Später Treffer von Langlitz entfacht Glücksgefühle in Lotte

Von Christoph Schillingmann und Micha Lemme

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Kaum Luft zum Atmen: Jeron Al-Hazaimeh, Lars Dietz sowie Aygün Yildirim und Maximilian Oesterhelweg (von links) bejubeln den 2:1-Siegtreffer von Alexander Alexander Langlitz (in der Mitte). Foto: Helmut KemmeKaum Luft zum Atmen: Jeron Al-Hazaimeh, Lars Dietz sowie Aygün Yildirim und Maximilian Oesterhelweg (von links) bejubeln den 2:1-Siegtreffer von Alexander Alexander Langlitz (in der Mitte). Foto: Helmut Kemme

Lotte. Der neue Trainer der Sportfreunde Lotte, Nils Drube, hat eine gelungene Heimpremiere gefeiert. Der Fußball-Drittligist schlug den FSV Zwickau etwas glücklich, aber nicht unverdient mit 2:1. Das Siegtor erzielte Alexander Langlitz in der Nachspielzeit.

In der dritten Minute der Nachspielzeit bekamen die Sportfreunde beim Stand 1:1 eine allerletzte Chance, um doch noch den Siegtreffer zu erzielten. Der eingewechselte Tino Schmidt legte sich den Ball etwa fünf Meter hinter der Mittellinie zum Freistoß zurecht und brachte das Spielgerät hoch in den Zwickauer Strafraum. FSV-Torwart Matti Kamenz kam aus seinem Kasten, konnte den Ball aber nicht herausfausten, sodass die Kugel Langlitz vor die Füße fiel. Der Rechtsverteidiger versenkte den Ball schließlich aus kurzer Distanz zum viel umjubelten 2:1 (90.+3).

Dass Lotte gegen Zwickau als Sieger vom Platz gehen würde, danach sah es in den ersten 20 Minuten ganz und gar nicht aus. Denn die Drube-Elf kam sehr schwer in die Partie hinein, hatte kaum Zugriff auf den Gegner und bekam keinen Druck auf den Ball. Zwickau kam immer wieder gefährlich vor den Kasten von SFL-Keeper Steve Kroll, wenn es über die Flügel ging. Erst verpasste Christian Bickel einer Flanke von Nils Miatke (4.), später rauschte ein Kopfball von Julius Reinhardt knapp am Tor vorbei (8.). Auch Nico Antonitsch scheiterte nach einer Ecke per Kopf am Außenpfosten (19.).

Umstellung auf Doppelsechs

Der SFL-Trainer reagierte und stellte die Formation von einem 4-1-4-1 auf 4-3-2-1 um. Jonas Hofmann spielte folglich auf der Sechs neben Michael Schulze, der überraschend für Jeron Al-Hazaimeh in die Startelf gerückt war. „Wir wollten mit Ball eine Anspielstation mehr haben und im Spiel gegen den Ball die zweiten Bälle besser kontrollieren“, sagte Drube. 

Die Umstellung funktionierte. Lotte kam besser ins Spiel und erarbeitete sich Torchancen. Der von Gerrit Wegkamp in den Raum geschickte Hofmann scheiterte mit einem Schuss an Kamenz (34.), ein abgefälschter Freistoß von Maximilian Oesterhelweg verfehlte knapp sein Ziel (36.) und einen Kopfball von Langlitz kurz vor dem Pausenpfiff rettete Antonitsch auf der Linie (45.).

Zahlen, Daten, Fakten. Grafik: NOZ

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie hitziger. Die Spieler lieferten sich viele Zweikämpfe, die nicht ohne Folgen blieben. Nach einem Foul von Toni Wachsmuth an Wegkamp bereitete Oesterhelweg das 1:0 durch Matthias Rahn vor, der den Ball freistehend zur Führung einköpfte (52.). Wiederum Rahn rang Ronny König in der 56. Minute elfmeterreif nieder. Den fälligen Strafstoß verwandelte Wachsmuth sicher. Eine strittige Szene gab es, als Hofmann Schulze den Ball an den linken Arm köpfte (73.). Doch Schiedsricher Patrick Hanslbauer zeigte nicht auf den Punkt. Da hätten sich die Sportfreunde nicht beschweren dürfen, wenn es einen Handelfmeter gegeben hätte. Das gab auch Drube zu: „In der Situation haben wir Glück gehabt.“

Purer Siegeswille

So hatte Lotte weiterhin die Chance auf den Sieg. Die Mannschaft glaubte daran und belohnte sich. Nachdem Lars Dietz (85.), Nico Neidhart (90.+1) und Wegkamp (90.+1) noch scheiterten, war es Langlitz, der mit seinem Treffer für den zweiten Sieg in Folge sorgte.


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