Starke Leistung beim Topteam Panthers feiern Überraschungssieg in Wasserburg

In der Schlussphase bewahrte Brittany Carter (am Ball) die Nerven für die Panthers in Wasserburg. Foto: Wolfgang FehrmannIn der Schlussphase bewahrte Brittany Carter (am Ball) die Nerven für die Panthers in Wasserburg. Foto: Wolfgang Fehrmann

Wasserburg. 700 Kilometer Heimweg sind eine verdammt weite Strecke. Mit einer Niederlage im Gepäck vermutlich noch etwas weiter. Diesen Gedanken mussten sich die Girolive-Panthers allerdings gar nicht erst machen. Die Osnabrücker Basketballerinnen gewannen ihr Bundesligaspiel beim TSV 1880 Wasserburg mit 72:69 (43:33). Ein echter Coup beim früheren Serienmeister 65 Kilometer östlich von München.

„Das war Panthers-Basketball“, sagte Mario Zurkowski. Schnell, den Ball laufen lassen und als Team aufttreten – so stellt es sich der Trainer vor und so bekam er es in Wasserburg fast über 40 Minuten. Denn so komisch das auch angesichts der Rollenverteilung im Vorfeld klingen mag: Dieses Spiel durften die Panthers nicht verlieren. Die Osnabrückerinnen waren fast über die komplette Zeit die bessere Mannschaft, ließen nur wenig zu und hatten ihre Nerven in den entscheidenden Momenten im Griff. Hinzu kam, dass Wasserburg von jenseits der Dreierlinie eine desaströse Quote von 11 Prozent hatte – drei Treffer bei 26 Versuchen. Vor allem im zweiten Viertel hatten die OSC-Frauen eine Top-Leistung gezeigt und sich abgesetzt. Das gelang mit wechselnden Systemen in der Verteidigung und Treffsicherheit im Angriff. Sieben von elf Dreierversuchen fanden vor der Pause ihr Ziel.

Jongeling und Carter ganz stark

Nach dem Seitenwechsel fielen die Würfe dann zunächst nicht mehr ganz so gut und die Partie drohte zu kippen. Im vierten Viertel ging es sogar so weit, dass Wasserburg wieder in Führung ging und die Panthers in der Offense etwas kopflos wirkten. In dieser Phase zeigte vor allem Rowie Jongeling (insgesamt fünf Dreier und 12 Rebounds) ihre Qualitäten. In der Schlussphase behielt dann noch Brittany Carter an der Friewurflinie die Nerven und der zweite Saisonsieg war perfekt.

Nun entspannt gegen den Topfavorit

Entsprechend groß war die Freude auch bei Zurkowski. Sein Team hatte die ersten beiden Saisonspiele noch knapp verloren. „Ich bin sehr zufrieden wie die Mannschaft gelernt hat“, sagte der Coach, der in Wasserburg nach dem Ausfall von Melina Knopp nur acht Spielerinnen zur Verfügung hatte. Die lange Rückfahrt fiel so etwas leichter, genauso entspannt können die Panthers auf die nächste Aufgabe schauen. Am Sonntag kommt Liga-Topfavorit Keltern nach Osnabrück. 

Panthers: Carter 14 Punkte/2 Dreier, Dölle, Eichmeyer, Jongeling 16/5, McWilliams 13/2, Rollerson 10, Strozyk 10, Takacs 9/1.


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