Vortrag im Forum am Dom Verfolgte Sportler in Osnabrück

Abbruch eines Feldhandballspiels: Am Pfingstmontag 1934 beendete die Polizei vorzeitig die Begegnung zwischen der DJK Rasensport Osnabrück und einer Münsteraner DJK-Mannschaft auf dem Sportplatz an der Kokschen Straße in Osnabrück. Foto: Diözesanmuseum OsnabrückAbbruch eines Feldhandballspiels: Am Pfingstmontag 1934 beendete die Polizei vorzeitig die Begegnung zwischen der DJK Rasensport Osnabrück und einer Münsteraner DJK-Mannschaft auf dem Sportplatz an der Kokschen Straße in Osnabrück. Foto: Diözesanmuseum Osnabrück

Osnabrück. „Sportler im Visier der Gestapo. Wie die Nationalsozialisten in Osnabrück den Sport unter ihre Kontrolle brachten“ – davon handelt der Vortrag am Dienstag (10. September 2019) ab 19 Uhr im Forum am Dom in Osnabrück.

In Osnabrück wurde die DJK Blau-Weiß Schinkel durch einen Beschluss der NS-Behörden im Jahr 1934 aufgelöst. Der Verein gehörte zum DJK, dem katholischen Sportverband in Deutschland. „Besonders die Vereine, die die Nationalsozialisten weghaben wollten, waren von den Repressionen der Nationalsozialisten betroffen", sagt Hermann Queckenstedt, Direktor des Diözesanmuseums Osnabrück. Das waren sowohl jüdische als auch katholische und evangelische Vereine.

Sportgeräte und Plätze entzogen

Die Nazis wollten die Jugenderziehung über die Hitlerjugend vereinheitlichen. Manche Vereine hatten deshalb keine Sportplätze mehr zur Verfügung gestellt bekommen. Anderen wurden die Sportgeräte entzogen. Die Repression, also Unterdrückung der Sportvereine, begann vor allem im Jahr 1933. Nachdem die Nationalsozialisten bereits den Arbeitersport zerschlagen hatten, verboten sie 1934 die katholischen Sportvereinigungen.

Abbruch eines Feldhandballspiels: Am Pfingstmontag 1934 beendete die Polizei vorzeitig die Begegnung zwischen der DJK Rasensport Osnabrück und einer Münsteraner DJK-Mannschaft auf dem Sportplatz an der Kokschen Straße in Osnabrück. Foto: Diözesanmuseum Osnabrück

Wie der Sport als politisches Instrument missbraucht worden ist, stellt Queckenstedt in seinem Vortrag „Sportler im Visier der Gestapo“ am Dienstag, 10. September 2019, um 19 Uhr im Forum am Dom, Domhof 12 in Osnabrück, dar.

Ausstellung: Zwischen Erfolg und Verfolgung

Die Veranstaltung gehört zum Rahmenprogramm der Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung. Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“, die noch bis zum 13. Oktober auf dem Domhof vor der Osnabrücker Kathedrale kostenlos zu sehen ist. Im Forum am Dom sind zudem originale Exponate zur jüdischen Sportgeschichte in Osnabrück ausgestellt.


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