Alexa gewinnt Nationenpreis, Matthis Vierter Future Champions: Ein fast perfekter Tag für Westendarps

Sieg im Viereck: Alexa Westendarp (rechts) gewann mit ihren Teamkolleginnen Lia Welschof und Semmieke Rothenberger den Nationenpreis der Jungen Reiter. Foto: Helmut KemmeSieg im Viereck: Alexa Westendarp (rechts) gewann mit ihren Teamkolleginnen Lia Welschof und Semmieke Rothenberger den Nationenpreis der Jungen Reiter. Foto: Helmut Kemme

Hagen. Für Alexa und Matthis Westendarp aus Wallenhorst ist der Freitag beim Jugendreiterfestival Future Champions auf dem Hof Kasselmann in Hagen fast perfekt gelaufen. Beim 17-jährigen Springreiter stimmte die Leistung, aber das Gesamtergebnis nicht. Bei der 21-jährigen Dressurreiterin passte beides.

In ihrem letzten Mannschaftswettbewerb bei dem internationalen Turnier im Osnabrücker Südkreis stand Alexa Westendarp nach dem Teamnationenpreis der Jungen Reiter (U 21) gemeinsam mit Lia Welschof und Semmieke Rothenberger ganz oben auf dem Podest und verwies Deutschland II und Dänemark auf die weiteren Plätze. Das Trio erreichte im Viereck das beste Gesamtergebnis und landete unter den besten fünf Teilnehmerinnen. Alexa Westendarp wurde mit ihrer Stute Four Seasons Fünfte (73,634). „Ich freue mich sehr über den Sieg, auch wenn ich den gleichen Fehler wie gestern gemacht habe. Das ärgert mich ein bisschen“, sagte die Wallenhorsterin schon direkt hinterher. „Aber alles andere war sehr gut. Und die Mädels haben tolle Runden geritten“, sprach sie zudem ein Lob an ihre Mannschaftskolleginnen aus.

Wurde in der Einzelwertung Fünfte: Alexa Westendarp mit Four Seasons. Foto: Helmut Kemme

Lob für den Bruder

Das zweite Lob ging in die Richtung ihres Bruders. Matthis Westendarp startete im Teamnationenpreis der Junioren (U 18). „Ich bin sehr stolz auf ihn. Den ersten Lauf habe ich gesehen. Ich bin immer viel nervöser als er, wenn er springt“, sagte Alexa Westendarp. „Beim zweiten Lauf konnte ich leider nicht dabei sein, weil ich selbst reiten musste.“ Dabei verpasste die große Schwester, wie ihr kleiner Bruder mit Stalido in der zweiten Runde als einziger deutscher Reiter eine fehlerfreie Runde hinlegte. Weil seine Teamkolleginnen Henrike-Sophie Boy, Anna Jurisch und Beeke Carstensen sich zu viele Fehler geleistet hatten, waren die Siegchancen bereits passé, und es ging nur noch um die Platzierung. Schlussreiter Matthis Westendarp brachte dennoch seine Leistung. „Mein Pferd ist wieder sehr gut gesprungen, sogar besser als in der ersten Runde. Er war lockerer“, sagte der 17-Jährige, der mit der Mannschaft am Ende gemeinsam mit Norwegen auf dem vierten Rang landete. „Es war sehr schade, dass wir so viele Fehler hatten“, meinte Matthis Westendarp. 

Legte zwei fehlerfreie Läufe hin: der Wallenhorster Matthis Westendarp mit Stalido. Foto: Helmut Kemme

Dabei war das Quartett im ersten Durchgang ohne Fehler geblieben und als beste Nation in die zweite Runde gegangen. Dort waren dann Sieger Frankreich, das zweiplatzierte irische Team und die drittplatzierten Niederländer besser. Dennoch darf der junge Wallenhorster mit sich zufrieden sein. Als er aus dem Springstadion herausritt, beglückwünschte ihn Bundestrainer Peter Teeuwen, indem er seinen Schützling an einer Hand abklatschte.

Steigen die EM-Chancen?

Durch seine Leistungen dürften die Chancen für die Teilnahme an der Nachwuchs-Europameisterschaft im niederländischen Zuidwolde nicht gesunken sein. Im Gegenteil: „Er hat gute Chancen auf eine Nominierung“, sagte Alexa Westendarp, die am Sonntag um 11.15 Uhr noch in der Kür startet. Matthis Westendarp reitet ebenfalls noch einmal in Hagen. Am Sonntag nimmt er mit Chillert Blue am Großen Preis der Junioren teil (9.30 Uhr).

Middelberg und Nissen in Top 10

In der Dressur der Junioren belegte die Glandorferin Anna Middelberg, die am Donnerstag mit der Mannschaft den Nationenpreis gewonnen hatte, in der Einzelqualifikation mit Blickfang den sechsten Platz (69,853 Prozent). Damit löste die 16-Jährige das Ticket für die Kür am Samstag ab 17.35 Uhr.

Zudem verpasste der bei den Children startende Florian Nissen aus Osnabrück am Freitagvormittag im Zwei-Phasen-Springen knapp das Podest. Mit Zip My World wurde der Nachwuchsspringreiter Vierter. Ihm fehlten drei Hundertstel auf Rang drei.


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