Nachwuchsdressurreiterin aus Glandorf Middelberg gewinnt bei Future Champions Nationenpreis mit Team

Von Christoph Schillingmann und André Partmann

Siegerin Anna Middelberg. Foto: Helmut KemmeSiegerin Anna Middelberg. Foto: Helmut Kemme

Hagen. Nachwuchsdressurreiterin Anna Middelberg aus Glandorf hat bei den Future Champions auf dem Hof Kasselmann in Hagen in der Altersklasse Junioren (U 18) den Nationenpreis mit der Mannschaft gewonnen. Die 16-Jährige siegte auf Blickfang gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Lucie-Anouk Baumgürtel und Valentina Pistner vor der Niederlande und Dänemark.

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wir haben nicht damit gerechnet und freuen uns sehr. Wir haben einfach ein tolles Team und tolle Pferde“, sagte Middelberg, die mit ihrer Prüfung zufrieden war. Am Freitag startet die Glandorferin in der Qualifikation für den Nationenpreis im Einzel und hofft auf die Teilnahme an der Kür am Samstag. „Ich möchte fehlerfrei reiten und einfach Spaß haben.“

Ganz oben auf dem Treppchen landete Dressurreiterin Anna Middelberg (links, Dritte von links). Foto: Helmut Kemme

Bei den Jungen Reitern schloss Alexa Westendarp aus Wallenhorst die Qualifikation für den Nationenpreis mit Four Seasons mit 74,013 Prozent auf Rang zwei ab. Nur Teamkollegin Semmieke Rothenberger – Schwester von Olympiasieger Sönke Rothenberger – war besser (76,703). „Meine Prüfung war sehr gut. Ich bin sehr zufrieden. Der Trablauf war besonders gut. Nur im Galopplauf hatte ich ein paar Fehler. Da ist noch etwas Luft nach oben“, sagte die 21-Jährige, die Paulina Holzknecht (73,739) und Lia Welschof (73,193) auf die Plätze drei und vier verwies. 

Letzte Teilnahme für Westendarp

Am Freitag startet Westendarp ab 12 Uhr im Nationenpreis sowohl im Einzel als auch im Team mit Rothenberger und Welschof. Nach der starken Mannschaftsleistung in der Qualifikation haben die deutschen Dressurreiterinnnen beste Chancen auf den Sieg. „Es kann aber immer etwas sein. Wir lassen das auf uns zukommen“, will Westendarp von einer Favoritenrolle nichts wissen. „Ich freue mich einfach, dass wir als Mannschaft bisher so gut waren.“

Wurde in der Qualifikation der Jungen Reiter Zweite: Alexa Westendarp. Foto: Helmut Kemme

Für die Wallenhorsterin ist es die letzte Teilnahme an den Future Champions. Denn Westendarp wird im nächsten Jahr 22 Jahre alt und darf damit an dem U 21-Turnier nicht mehr teilnehmen. „Das ist schon schade. Ich werde die Future Champions immer in guter Erinnerung behalten“, sagte Westendarp, die 2016 zum ersten Mal an dem Jugendreiterfestival als Juniorin dabei war.

In dieser Altersklasse startet ihr Bruder und Nachwuchsspringreiter Matthis Westendarp. Am Donnerstag belegte der 17-Jährige mit Chillert Blue im Zwei-Phasen-Springen den sechsten Rang. Der Wallenhorster hat am Freitag ein ordentliches Programm zu absolvieren. Ab 10.45 Uhr reitet er im Nationenpreis im Team und im Einzel. Dabei will er sich für die Nachwuchs-Europameisterschaft im niederländischen Zuidwolde (9. bis 14. Juli) empfehlen.

Siegte im olympischen Test: der irische Nachwuchsspringreiter Cian Harrison. Foto: Helmut Kemme

Ein Hauch von Olympia wehte am Donnerstag durch das Springstadion, als die Jungen Reiter im Einzelfinale des Nationenpreises das neue olympische Format testeten. Das gewann Cian Harrison aus Irland, der im Stechen mit 39,91 Sekunden den schnellsten fehlerfreien Ritt hinlegte. Auf dem Podest landeten Jean Xhemal aus Frankreich (40,21) und Lisa Ulven aus Norwegen (40,34).

Nissen mit zwei Pferden im Eröffnungsspringen

Das Finale fand ohne deutsche Beteiligung statt, obwohl sich das Quartett bestehend aus Kathrin Stolmeijer, Leonie Böckmann, Cedrick Wolf und dem Hagener Max Haunhorst am Mittwoch eigentlich dafür qualifiziert hatte. Aber Haunhorst zum Beispiel schonte sein Pferd Chaccara für den Nationenpreis im Team am Samstag und Sonntag sowie für die unter Flutlicht stattfindende Sondertour.

Zudem blieb Florian Nissen aus Osnabrück beim Eröffnungsspringen der Children mit Pepe ohne Fehler, mit Zip my World leistete er sich vier.


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